3. Juli 2009

Vergewaltiger wegen Alkohols vermindert schuldfähig

Kann man sich morgens früh um 20 nach fünf schon so über etwas aufregen, dass man einen Herzinfarkt bekommt?

Habe diesen Artikel im Tagesspiegel gelesen und tobe immer noch. Saß da Berlusconi auf dem Richtersessel???

2. Juli 2009

Ging aber schnell…

Ich sollte öfter Vermisstenanzeigen aufnehmen. Er ist da! Der Sommer hat Berlin entdeckt.

Hallo Sommer! Hallo Plötzensee! Bitte angenehm warm werden, damit ich am Samstag nicht erschrecke wenn ich reinhüpfe…

1. Juli 2009

Vermisst

01. Juli 2009

Im vergangenen September verlies der Sommer seinen Berliner Aufenthaltsort mit unbekanntem Ziel. Zum vereinbarten Rückkehrdatum am 21. Juni 2009 ist Sommer nicht in Berlin erschienen. Sommer ist circa 30 Grad warm, sonnig mit blauem Himmel, der nur gelegentlich Gewitterwolken trägt.

Personen, die Sommer gesehen haben oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort machen können, werden gebeten, sich mit dem zuständigen Wetteramt in Verbindung zu setzen oder direkt mit dontblog(at)web.de. Hinweise werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

26. Juni 2009

Ach wie gut, …

… dass ich gestern nicht zur üblichen Zeit Feierabend gemacht habe. Sonst hätte ich den ganzen Trubel um die Schießerei am Zoo noch live mitbekommen. Muss ich nicht haben. Dort laufen eh schon immer mehr als genug komische Leute rum, da müssen nicht noch zusätzlich Horden von Schaulustigen, Journalisten und Polizisten im Weg rumstehen…

Manchmal ist Überstunden machen ganz nützlich, so kam ich ohne Verspätung nach hause und konnte meine Virchen noch eine Runde durch den Park jagen. Allmählich machen sie schlapp und verkrümeln sich wohl zu weniger anstrengenden Leuten.

Ansonsten ist nicht viel los hier. Am Dienstag waren der beste Verlobte und ich bei Bodo Wartke. Ich habe jetzt noch Bauchmuskelkater vom vielen Lachen. Genial. Muss man sehen und hören!

22. Juni 2009

Mich gibt es noch…

Wenn auch immer noch schleimproduzierend und völlig unfit. Ich habe definitiv ein zu gutes Herz. Jede armselige dahergelaufene Bakterie und jedes obdachlose Virus nehme ich schützend bei mir auf, hege und pflege es und biete ihm ein wohliges Heim. Nach nun über zwei Wochen husten und schniefen habe ich jetzt aber doch einige der kleinen Knubbelchen an den besten Verlobten weitergegeben, in der Hoffnung, dass er sich ebenso rührend um sie kümmert, wie ich das tue.

Um Bakterien und Viren bei Laune zu halten empfiehlt sich viel Bettruhe, Hustensaft, Halsschmerztabletten und Thymiantee. Dann bleiben die Viecher garantiert so richtig lange. Die mögen es, wenn man sich um sie kümmert. Da laden die noch all ihre Freunde und Verwandte ein und feiern so richtig Party!

Mein einziger Trost: Irgendwann in den nächsten Tagen sollte ein Dankesschreiben der Tempogewerkschaft bei mir eintreffen. Immerhin habe ich deren Jobs gerettet…

(P.S.: Die nächste Erkältung pumpe ich wieder mit Schmerzmitteln weg und bleibe auf keinen Fall zuhause. Das bringt nämlich rein gar nichts, sich ins Bett zu legen. Davon wird die Erkältung so was von überhaupt gar nicht besser! Und wer was anderes erzählt, der spinnt.)

16. Juni 2009

Ampelmännchen

Im kleinen Park vorm Bürofenster stellen gerade ein paar Studenten mannshohe rote Ampelmännchen auf. So bringt mir der Bildungsstreik ein wenig Abwechslung. Sonst sorgen dort doch nur Kaninchen, Obdachlose und der dicke Kerl mit dem Pitbull für Unterhaltung, das aber auch nur in den frühen Morgenstunden. Danach ist es immer langweilig. Sonnenanbeter liegen ja einfach nur faul rum…

15. Juni 2009

Danke Kiel

War schön, wäre noch schöner gewesen, hätte ich nicht so laut vor mich hingeschleimt und gehustet und gekrächtzt. Eckernförde ist, tut mir leid Kiel, schöner als Kiel. Nette kleine Altstadt (Altdorf?).

12. Juni 2009

Kiel wir kommen!

Hallo Kiel!

wie geht es Dir? Ich hoffe, Du hast alles für unseren Besuch vorbereitet? Viel brauchen wir ja nicht. Ein wenig Strand. das passende Meer dazu. Ein paar Boote und Schiffe darauf verteilt. Damit sind wir fürs Erste schon zufrieden. Dann nur noch schnell die Regenwolken wegjagen und Dich ordentlich rausputzen! Wir sind in 5 Stunden bei Dir.

Beste Grüße vom dontblog und ihrem superschlauen Verlobtem (hat er doch glatt eine 1,0 kassiert, ich werd nicht mehr!)

11. Juni 2009

Mal klargestellt:

Hier gibt es weder “sexgeile Omas” noch “sexgeile Ärztinnen” noch “schönse penisbilder”. Ich weiß weder wo man die findet noch wieviel die Kosten, nachfragen ist also zwecklos. Aber ein kleiner Tipp: vielleicht ist die Suche mit ”schönste Penisbilder” erfolgreicher??? 

Das: “schwester klaut was tun” weiß ich auch nicht. Im besten Fall hat man immer genug Geld für die Kaution zuhause….

“Wie tu ich mich scheiden” kann ich auch nicht beantworten. Da lohnt sich vielleicht ein Gang zum Anwalt.

“was bedeutet nonsenstexten” hingegen ist einfach: Das bedeutet Nonsens zu texten.

9. Juni 2009

Also ehrlich…

Kommentar einer Kollegin heute morgen: “Jetzt ist ja XXX endlich geplatzt!”

Könnte fast von mir sein, wenn ich für solche Sprüche nicht immer gleich angezählt würde ;-)

(Gemeint ist, für alle, die es noch nicht begriffen haben: XXX hat gestern entbunden.)

8. Juni 2009

Manchmal muss man fies sein…

Gestern durfte ich mal wieder Wahlhelferin spielen. Ich hatte sogar dieselbe Truppe wie bei der Abstimmung zu ProReli. Somit also leider auch wieder den Einen, der wenig von Körperhygiene und angenehmen Umgangsformen hält. Er hatte sogar dieselben Klamotten an, die offensichtlich seit dem letzten Termin am 26. April auch nicht in Kontakt mit Reinigungsmitteln gekommen sind. Somit mussten wir trotz Affenkälte die Fenster geöffnet lassen. Verzählt hat er sich auch wieder und dazu noch ein paar Fehler eingebaut. Pampig wurde er auch noch und daher hat es mir dann echt gereicht. Ich habe ihn beim Wahlamt gemeldet. Fies, denn ich denke, er braucht die 31 Euro und die sozialen Kontakte, aber er ist einfach nicht tragbar. Seinetwegen stimmte unser Ergebnis nicht, wir haben seinetwegen sehr viel länger gebraucht, als ohne ihn und zu den Wählern war er auch unhöflich. Irgendwie sollte ich ein schlechtes Gewissen haben, habe ich aber nicht…

7. Juni 2009

Geht Wählen!

Hey Leute, geht wählen! Tut nicht weh. Versprochen. Und das Wetter ist für Grillfeste eh zu schlecht.

5. Juni 2009

Werbung wirkt!

Zum Thema: Werbung wirkt. Wie ich zu dieser Einsicht komme? Ich habe mir heute einen Staubsauger gekauft. Nachdem ich jahrelang ohne ausgekommen bin, haben der beste Verlobte und ich heute eine Filiale eines insovenzbedrohten Warenhauskonzerns aufgesucht und einen gekauft. Und meine Wahl fiel selbstverständlich auf einen Ökomodell in schwarz mit grünem Kabel. Geworben wurde mit dem Versprechen, dass er trotz halbem Stromverbrauch genauso doll saugen würde, wie einer mit doppeltem, also normalem, Stromverbrauch. Da fahr ich doch drauf ab! Der beste Verlobte ist nun allerdings der Ansicht, dass man mir  wohl alles andrehen könnte, Hauptsache es ist ein Ökopapperl drauf. (Es gab einen Staubsauger, der sah genauso aus, wie das Modell, dass ich mir gekauft habe, nur das Kabel war schwarz und das Ökodingspapperl fehlte und er kostete 40 Euro weniger, verbrauchte aber angeblich mehr Strom, aber wer kann das schon zuhause nachprüfen…)

(Vielleicht hat er recht, habe letztens neue Handtücher gekauft. Aus Ökobaumwolle… Scheint pathologisch zu werden.)

P.S.: Gibt es wirklich Menschen, die ohne Hilfsmittel Steuererklärungen ausfüllen können? Das Formularkauderwelsch versteht doch kein Mensch…

3. Juni 2009

Ich bin unsichtbar und stumm…

Glaube ich zumindest. Anders kann ich mir nämlich nicht erklären, warum einige der neuen Kollegen auf mein “Guten Morgen!”, “Guten Tag!” oder “Hallo!” nicht reagieren.

Bei uns wurden dieses Jahr entgegen dem allgemeinen wirtschaftlichen Trend viele Leute eingestellt und seitdem hat sich unsere Unternehmenskultur doch etwas gewandelt. Anscheinend ist es nicht mehr üblich, zu grüßen. Unter uns “alten” Kollegen war es völlig normal, sich beim täglichen Erstkontakt eine der früher gängigen Begrüßungsformeln an den Kopf zu werfen oder zumindest, falls gerade nicht anders möglich, freundlich zu nicken. So langsam kommen wir uns aber ziemlich blöd damit vor, denn die neuen Kollegen und Kolleginnen kennen diese Bräuche anscheinend nicht und ignorieren unsere Kontaktaufnahmeversuche. Letztes Jahr war dieses Phänomen noch auf einige unserer studentischen Mitarbeiter beschränkt, da gingen wir noch davon aus, dass es sich um ein Jugendphänomen handelte. Jetzt zeigt sich aber, dass sich das durch sämtliche Altersklassen zieht. Ich frage mich nur, ob das in anderen Unternehmen auch so ist.

Es könnte allerdings auch sein, dass unsere Geschäftsführung beschlossen hat, die Schwerbeschädigtenquote rapide anzuheben und deshalb lauter Autisten eingestellt hat. Aber das ist jetzt mal doch ein gemeiner Gedanke.

2. Juni 2009

Fünfe mal grade sein lassen?

Vier Jugendliche haben mit einer verbogenen Schippe versucht, die massive Holztür einer Grundschule in Spandau aufzubrechen. Der Hausmeister hat das mitbekommen und so konnte die Polizei das bildungshungrige Quintett festnehmen.

Ich grüble immer noch, was mich an meiner (heutigen, sonst lese ich andere Zeitungen…) morgendlichen Lektüre der Berliner Morgenpost so irritiert hat. Bestimmt war es der Bildungshunger der Jugendlichen…

31. Mai 2009

Dontblog hat Herz

Ob man auf dem EKG wohl sieht, dass ich gestern außer ein wenig shoppen und putzen und Video gucken nichts gemacht habe??? Hoffentlich hab ich beim Schlafen nicht irgendwelche Knöpfe platt gelegen. Bin ein paarmal davon aufgewacht, dass sich das Ding in meine Rippen gebohrt hat.

Egal, ich halte das Ganze eh für sinnlos. Bis jetzt haben sie weder bei der Blutuntersuchung, beim Abhören, beim Blutdruckmessen, beim Lungeröntgen, beim Ruhe- und beim Belastungs-EKG noch bei der neurologischen Untersuchung rausgekriegt, warum es mir links unter den Rippen weh tut. Am charmantesten finde ich den Vorschlag der Neurologin: Verspannungen, die man mit Krankengymnastik behandeln kann. Wenn sie jetzt heute immer noch nichts finden, dann klär ich das auf meine Weise: Zwei Paracetamol einwerfen und ignorieren. Die Weißkittel hatten jetzt zwei Wochen Zeit, das reicht, zumindest um dontblog mehr als übel zu nerven.

30. Mai 2009

Oh Schreck!

Mensch, habe glatt vergessen, dass am Montag Abgabetermin für die Steuererklärung ist. Spitze. Jetzt hab ich ja die super Beschäftigung für’s Wochenende! Wehe, es regnet nicht!!!!

28. Mai 2009

Gastfreundschaft

Seit ein paar Tagen haben die Bewohner des Bethanien Gäste. Eine Gruppe Roma hat sich bei ihnen einquartiert und nun scheint es zu einigen Schwierigkeiten gekommen zu sein. Deswegen hat sich nun auch die Berliner Verwaltung eingeschaltet und sucht nach Unterkünften für die auf inzwischen 90 Leute angewachsene Gruppe. Wozu sie nicht verpflichtet sind, da die Roma mit Touristenvisa hier sind. Die Suche gestaltet sich nun dazu etwas schwierig, weil die Gruppe nicht getrennt werden möchte und auch über die Dauer ihres Aufenthalts andere Vorstellungen hat, als die Berliner. Das schreibt der Tagesspiegel in seiner Onlineausgabe:

“Am Dienstagmittag waren die Roma auszugsbereit. Vor dem besetzten Südflügel des ehemaligen Krankenhauses Bethanien in Kreuzberg stapelten sich die Habseligkeiten der Rumänen auf alten Kinderwagen und in großen Ikeataschen, Kleidung, Decken und Matratzen waren zusammengepackt. Mütter und Kinder warteten auf dem Spielplatz auf den Auszug. Nachmittags allerdings verschwand die Aufbruchstimmung: Noch einmal sprachen Vertreter des Kreuzberger Sozialamtes, der Fachstelle für Wohnungsnotfälle des Bezirks und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) mit den Roma. Dabei stellte sich heraus, dass es sich nicht, wie bislang angenommen, um 60, sondern um 90 rumänische Bürger handelt. Die am Montag vereinbarte Lösung wurde damit hinfällig. Der zuständige Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler (Die Linke) sagte, er staune doch darüber, dass die Zahl der Roma ständig steige.

Man hatte den Rumänen angeboten, sie in über die Stadt verteilten Unterkünften für Obdachlose unterzubringen. Für 60 Personen wäre dort Platz gewesen – nicht jedoch für 90. Außerdem waren die Roma nicht einverstanden mit der gängigen Praxis der Stadt, sie – sortiert nach Geburtsdaten – auf Bezirke zu verteilen. „Die Familienverhältnisse sind sehr kompliziert“, sagte Holger David, Leiter des Sozialamtes Friedrichshain-Kreuzberg. Es sei schwierig, dies zu berücksichtigen. Außerdem gebe es unterschiedliche Vorstellungen über die Dauer der Unterbringung. „Es besteht die Erwartung, vier bis fünf Monate in den Unterkünften bleiben zu können“, sagte Heike Effertz von der Fachstelle für Wohnungsnotfälle. So lange hätten die Rumänen allerdings in Deutschland kein Aufenthaltsrecht, zumindest dann nicht, wenn sie sich nicht selbst versorgen könnten. Dies sei allerdings auch nicht zu erwarten, denn eine Arbeitserlaubnis erhalten Rumänen aufgrund der eingeschränkten Freizügigkeit für die osteuropäischen EU-Neumitglieder nicht automatisch. Des Weiteren forderten die Behörden von den Roma, dass sie Anträge bei den Ämtern stellen sollten, was sie wegen mangelnder Sprachkenntnisse ablehnen. Möglicherweise werden einige der Rumänen nun doch in das Flüchtlingsheim in der Spandauer Motardstraße ziehen. Derweil verschärft sich die politische Kritik an der Situation.

„Das ist ein Missbrauch der Gastfreundschaft“, sagte der migrationspolitische Sprecher der CDU, Kurt Wansner. „Das Schicksal der 90 Roma sollte zum Anlass genommen werden, die Lebensumstände in den Herkunftsnationen nachhaltig zu verbessern“, forderte die frühere Berliner Integrationsbeauftragte Barbara John (CDU). Rumänien sei ein EU-Sorgenkind, vierzig Prozent der Menschen lebten unterhalb der Armutsgrenze.

In der Nachbarschaft des Bethanien sind nicht alle begeistert vom Zuzug der Roma. Während einige Nachbarn die Familien mit Spenden unterstützen, wächst bei Geschäftsleuten der Unmut. Ayse Torun, die mit ihrem Mann die Café-Bäckerei Eli am Mariannenplatz betreibt, beklagt sich, dass sie in und vor ihrem Café bereits mehrfach Roma beim Stehlen erwischt habe. „Diese Leute tun mir leid, aber so kann es nicht weitergehen“, sagt sie. Aschenbecher, Handys und Zuckerstreuer seien verschwunden. Elisabeth Schwarz, die die Galerie nebenan betreibt, wurden von zwei Frauen, die aus ihrer Sicht Roma gewesen sein könnten, Laptops aus dem Büro gestohlen. Jetzt verschließt sie die Tür zur Galerie. Die Polizei konnte gestern aber noch nichts zum Anzeigenvolumen in der Gegend sagen.

Problematisch ist die Situation auch weiterhin für die Gruppe ehemaliger Hausbesetzer, die die Roma beherbergt. „Unser Angebot waren zwei bis drei Tage“, sagt eine Bewohnerin. Nun befürchten sie, dass auch vor dem langen Pfingstwochenende keine Lösung gefunden wird. Wegschicken werde man die Roma aber nicht. Anna Sauerbrey/Stefanie Richter

Auf der Seite sind inzwischen mehr als 100 Kommentare abgegeben worden. Eine krude Mischung aus erschreckend viel braunem Wortdurchfall, linkem Gutmenschentum und wenig sachlichen Argumenten. Ich frage mich nun, was soll ich von der Geschichte halten? Einerseits finde ich den Wunsch, in Berlin zu wohnen durchaus verständlich, andererseits finde ich die Idee, dies staatlich organisieren zu lassen nicht sonderlich sympathisch. Wird da Hilfsbereitschaft ausgenutzt? Empfinde ich als unhöflich. Andererseits werden Roma so oft diskriminiert und teilweise verfolgt, da ist jede Hilfe angebracht. Dürfen Hilfsbedürftige Ansprüche an die Helfer stellen? Das frage ich mich auch immer, wenn ich einem Obdachlosen Geld gebe. Ich möchte nicht, dass er sich Alkohol oder Zigaretten dafür kauft, andererseits ist es seine Entscheidung, nicht meine.

Ich fürchte, einige braune Gesinnungstäter werden das Thema noch ausnutzen und für ihre Zwecke ausschlachten.

27. Mai 2009

Fundsachen 5.0

Es ist mal wieder soweit. Die neuesten Fundsachen sind da:

  • www.merkwuerdig 2009.wordpress .com
    Return to sender. Kein Anschluss unter dieser Nummer.
  • wohin bei regen in berlin
    Aus gesundheitlichen Gründen empfehle ich irgendwohin ins Trockene.
  • wörterbuch pfälzisch-deutsch
    Nee, hier leider nicht.
  • erich kästner ameisen australien reisen
    Nein, nein, nein! Das ist von Ringelnatz. 
  • schwizerdütsch car
    Wenn die Schweizer sagen,sie fahren Car, dann ist denen nicht das Englisch durchgegangen. Nee, die fahren mit dem Reisebus…
  • störung des neurotransmittersystems
    Hört sich ungesund an.
  • schleimmonster
    Ich habe doch gesagt, ab ins Trockene!
  • annie leibowitz postfuhramt verlängerung
    Leider wurden nur die täglichen Öffnungszeiten verlängert, nicht jedoch die Ausstellung selbst.
  • eine packung physalis gram
    Wenn es Dich so grämt, dann kauf lieber Bananen, die sollen angeblich glücklich machen. Ich ziehe aber Schokolade vor. 
  • was macht mann so richtig an?
    Umpf, das kommt auf den Mann an. Also meinen… nee, das geht jetzt echt zu weit.
  • bekiffte
    Labern meistens Blödsinn oder lachen unmotiviert…
  • regen erkältung ?
    Viren, die musst Du verurteilen. Der Regen ist da absolut unschuldig!
  • party essen alkohol
    Fehlen noch gute Musik und nette Leute.
  • weißes zeug fliegt draussen
    Pappeln pappeln pappelnd papperlapepp. Ist es kalt und nass, dann ist es Schnee.
  • stechinsekten spanien
    Die sprechen international: Fliegenklatschisch.
  • mrt sinusvenenthrombose
    Angiogramm ist besser.  
  • herdplatten durchgerostet
    Gelegentliches Putzen hätte da… aber wenn es denn nun schon so weit ist, dann hilft nur neuen kaufen. 
  • bibelsprüche hospiz
    Damit wird man wohl überall belästig. Habe gerade im Deutschlandfunk die Morgenandacht gehört und bin fast aus dem Bett gefalllen, als der Prediger die lieben Atheisten begrüßte… 
  • toilettenanzahl im unternehmen
    Wie es bei Euch ist, weiß ich nicht, bei uns gibt es genug. Gezählt habe ich sie aber noch nicht.
  • bierpreise ibiza
    Auf Ibiza trinkt man Wein und Cocktails. Oder bist Du Pauschaltourist??? 
  • schöne kettenmails
    Wofür? Um sie sich um den Hals zu hängen?
  • big city life noten
    Karten helfen in der Großstadt wohl mehr als Noten. Oder für Technikfreaks: GPS. 
  • sadistin
    Au ja, eines meiner Hobbies! 
  • nachbarn rumlungern
    Schlüsseldienst rufen, damit der arme Kerl wieder in seine Wohnung kann.  
  • fallada zwei ameisen auf reisen
    Hummel noch mal! Die Ameisen sind von Ringelnatz. RINGELNATZ! 
  • pfälzisch krotte
    Ich glaub, das ist nett gemeint für Kind, also nicht gleich eins auf die Nase geben… 

 

25. Mai 2009

Mein Lego-Ego oder doch mein Ego-Lego?

Gesehen bei Min Machine und natürlich musste ich das auch haben!

 

Dontblog SpaceGirl

Dontblog SpaceGirl

 

 

Und wer sich auch ein Lego-Ego bauen möchte: Das geht hier.

25. Mai 2009

Wahl-O-Mat

Wer noch nicht genau weiß, welche Partei er ins Europäische Parlament wählen soll kann hier mal nachschauen, mit welcher Partei er die meisten Übereinstimmungen hat:

Wahl-O-Mat

Sehr erhellend ist ein Vergleich mit den noch nicht im Parlament vertretenen Parteien. Mit den REPs und den Christenheinis habe ich so gar nichts gemeinsam. Komisch. Dabei sollte ich doch genau deren Zielgruppe sein. Also sollten die sich doch ein wenig mehr um mich bemühen, oder? Immerhin bin ich Deutsche, blond, im christlichen Ländle und in Bayern aufgewachsen… Ach, hab’s fast vergessen. Ich hab Hirn. Das disqualifiziert mich natürlich als deren Wählerin.

23. Mai 2009

Dontblog ist Sadistin

Es ist immer wieder gut, wenn man bestimmte Dinge mal gesagt bekommt. Zum Beispiel hätte ich fast vergessen, dass ich eine ausgesprochen egoistisch veranlagte Sadistin bin. Mein liebstes Opfer: der beste Verlobte selbstverständlich. Wer sonst?

Ich zerre ihn in Ausstellungen, die er sich freiwillig nie ansehen würde. Ich zwinge ihn ins Theater, in die Oper, ins Kino. Dort muss er sich fürchterliche Dinge ansehen. Kunst zum Beispiel. Oder Filme mit Untertiteln in denen es nicht nur KrachBumBang macht. Ich habe dafür selbstverständlich schon eine Spezialausrüstung anfertigen lassen. Diese Teile, die einem die Augen offen halten, damit er auch ja nichts verpasst. Und mit den Sicherheitsleuten in den Theatern und Museen habe ich ein Abkommen, wenn er zickt, dann helfen sie ein wenig nach. Wenn ich einen richtig fiesen Tag habe, dann schleife ich ihn zu irgendwelchen öden Konferenzen. Und damit es richtig weh tut, muss er hinterher auch noch freudestrahlend in Gegenwart von Zeugen erzählen, wie gut es ihm gefallen hat. Für mehrmaliges Erzählen gibt es dann ein Leckerli.

Selbstverständlich darf er nicht allein auf Partys. Und wenn ich müde bin oder mich langweile, dann hat er gefälligst mit nach Hause zu kommen. Er darf sich nicht mit anderen Frauen treffen, schon gar nicht mit jüngeren. Männerurlaub kann er sich gleich mal abschminken. Da lernt er womöglich noch doofe Sprüche und Biertrinken. Überhaupt darf er keinen Alkohol trinken. Er könnte sich dann ja daneben benehmen. Und weil mein Freund mir peinlich ist, darf er mich in der Öffentlichkeit auch nicht umarmen, knutschen oder Händchen halten. Höchstens meine Einkaufstaschen nach Hause tragen.

Wenn er dann doch mal ohne mich unterwegs ist, dann rufe ich ihn alle zehn Minuten an oder komme doch noch spontan zum Kontrollbesuch vorbei. Nicht, dass er noch über mich lästert. Und wehe er ist nicht pünktlich zuhause, dann kriegt er drei Tage nicht zu Essen. Apropos Essen. Selbstredend ist das nur bio und vegetarisch. Er darf auf keinen Fall Fleisch oder Fisch essen. Wenn er Fleisch auch nur ansehen würde gäbe es Haue. Wenn wir Essen gehen hat er mich mindestens dreimal zu fragen, ob es in Ordnung ist, was er sich bestellen möchte. Und wehe er lacht über einen Witz, den ich nicht gut finde. Dann schmolle ich eine halbe Stunde. Überhaupt darf er sich nicht amüsieren, wenn ich mich nicht amüsiere.

Wie gut, dass der beste Verlobte keine eigene Meinung hat und sich nicht wehren kann. Ich will doch keinen Mann, der mir die Meinung geigt, wenn ich Blödsinn (was ich nie tun würde) mache. Was soll ich mit einem Mann anfangen, der sich um mich kümmert, wenn ich das brauche? Oder einen, der sich für Kultur interessiert. Oder der gutes Essen mag und kochen kann? Ein Mann, der sich ein wenig in der Welt auskennt und weiß, was gerade so in der Politik los ist würde mich nur langweilen. Bei einem Mann, der mich zum lachen bringt, selbst wenn ich gerade furchtbar wütend bin könnte ich nicht glücklich werden. Nee, so eine Flitzpiepe würde ich sofort in den Wind schießen.

P.S.: Wer Anregungen hat, wie man Männer noch effektiver quälen kann, darf die gerne hier posten…

 

23. Mai 2009

April, April

Ich weiß, es ist Ende Mai. Aber wenn man sich das Wetter so anguckt, dann ist April. Aber bevor ich jetzt noch weitere Banalitäten in die Tatstatur haue: Ich wollte mich nur mal kurz melden. Das habe ich hiermit getan.

Allen ein schönes Wochenende!

19. Mai 2009

Seltsam, es schneit…

In meinem Büro schneit es. Draußen auch. Also nicht so richtig mit Schnee aus gefrorenem Wasser, dafür ist es hier ungefähr gefühlte 30 Grad zu warm. Aber irgend so ein weißes flusiges  Zeug fliegt hier überall herum. Welches botanische Viehzeug verbreitet denn so Flauscheflocken? Und muss mir das immer vor der Nase rumfleuchen? Menno! Ich mag Natur doch nur draußen und auch da nicht besonders.

19. Mai 2009

Annie Leibovitz

Gestern haben wir uns die Austellung “A Photographer’s Life”  im ehemaligen Postfuhramt angesehen. Wunderschöne aber streckenweise auch sehr bedrückende Bilder sind dort ausgestellt. Annie Leibovitz hat nicht nur Sarajevo im Krieg fotographiert, sie hat auch ihre Freundin Susan Sontag beim Sterben begleitet. Da war es gut, dass zwischendurch immer wieder Bilder ihrer Kinder und ihrer Familie zu sehen waren, die dann doch wieder heiter stimmten. Beeindruckend waren auch die Porträts etlicher Stars. Die Landschaftsaufnahmen dazwischen sind nett, aber eben Landschaft…

Schade, dass die Austellung nur noch bis zum 24. Mai zu sehen ist. Wer kann, sollte noch hin. Es lohnt sich.