5. August 2008...06:26

Werdet Vegetarier!

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Die schaden nämlich dem Klima weniger. Schreibt Jeremy Rifkin heute in der Süddeutschen. Zuchtvieh bläst 18 % aller Treibhausgase in die Atmosphäre (angeblich mehr als der komplette Transportsektor). Auf einem Hektar Land kann man fünfmal mehr Eiweiß produzieren, wenn man das Getreide nicht an Tiere verfüttert, Mit Hülsenfrüchten anscheinend zehnmal und mit Blattgemüse 15-mal so viel. Zurzeit wird ein Drittel der weltweit produzierten Getreidemenge an Tiere verfüttert, aber nur 3,5 % werden zu Biosprit. Der ist aber trotzdem schuld an der Nahrungsmittelkrise, sagen die Anti-Ökos. Wenn das stimmt, was Rifkin da schreibt, dann finde ich das ganz schön erschreckend. Vielleicht könnten die Carnivoren unter meinen Lesern gelegentlich auf ein Steak verzichten?

Hier kann man übrigens seinen Greendex testen, also wie öko man denn wirklich ist. Schummeln gilt aber nicht.

8 Kommentare

  • Na ganz so einfach ist die Sache aber nicht, wie der Herr Rifkin da schreibt. Wir wollen mal nicht auf Geschmack etc. eingehen. Aber vielleicht sollte er auch den Energiegehalt von tierischen und pflanzlichen Vergleichen, dann verschiebt sich die Sache schon wieder ein wenig zu Gunsten der Tiere. Außerdem könnten in Anbetracht der Biogasdiskussion die Tiere ja die Antwort auf unser Treibstoffproblem sein.
    Tiere hin oder her. Die Welternährungsorganisation hat ausgerechnet, dass unsere heutige Landwirtschaft ausreicht 12 Mrd Menschen zu versorgen, wenn man die Lebensmittel nur gleich verteilt. Ich kann also weiter mein Steak essen.

  • Ich hab 54 Grünpunkte, finde ich gar nicht mal übel. Was das Fleisch angeht, ist mir das schon länger bekannt, dass das nicht unbedingt optimal ist was CO2 betrifft. Aber hierbei kommts auch maßgeblich drauf an welche Art von Fleisch man zu sich nimmt, denke ich. Da ich Stom aus Wasserkraft beziehe und kein Auto fahre hab ich ein recht reines Gewissen.
    Ich habe übrigens 54 Grünpunkte.

    @ Equalizer, die gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln ist gerade nicht Thema. Biogas ist eine Möglichkeit wird aber nicht flächendeckend genutzt.

  • Nu, es ist sicherlich richtig, dass es weniger CO2 verursacht, wenn man weniger Vieh zur Nahrungserzeugung züchten muss. Aber das hätte dann andere Konsequenzen.
    Erstens: was macht man mit dem aktuellen Viehbestand? Umbringen? Verhungern lassen? Wie soll die Pflege von Kulturlandschaft erfolgen, man vergisst leicht, dass da ein entscheidender Beitrag geleistet wird. Wie soll das Leder und die anderen ‘Nebenprodukte’ ersetzt werden – über Kunsstoffe aus Erdöl? Ist das wirklich umweltfreundlicher?

    Sprach die Vegetarierin.

  • Aktueller Viehbestand: Umbringen und essen, wie üblich. Aber: Nicht mehr so viele Tiere nachzüchten, denn dass von den wenigen Menschen in reichen Ländern zu viel Fleisch gegessen wird und dadurch in armen Ländern zu viel Natur kaputtgemacht wird ist leider so.

    Sicher, Kulturlandschaften pflegen ist wichtig, aber Natur zu zerstören um noch mehr Hamburger “anbauen” zu können ist Schwachsinn.

    Fazit: Es müssen nicht alle komplett fleischlos leben, aber vielleicht sollten sie öfter einmal darüber nachdenken, in welcher Qualität und Quantität sie Fleisch zu sich nehmen möchten.

    Und nun noch eins: Wer vom Aussterben bedrohte Tiere (hauptsächlich Fische) isst, gehört links und rechts abgewatscht!

  • Ich glaub ich geh mir mal n paar Würschtli braten :P .

  • :-)

    So kann ich dem schon deutlich eher zustimmen…

    Der Greendex ist übrigens doof. Nachdem ich gesagt habe, dass ich keinen Fernseher besitze, muss ich an anderer Stelle anklicken welche Art von Fernseher ich besitze/mir anzuschaffen gedenke.
    Ich will doch aber gar keinen.

  • Und es gibt auch keine Möglichkeit, sich von einem motorisierten Gefährt loszusagen. Nach sonstigen Stromfressern (Stereoanlage mit Mega-Bass, Telefone…) wird auch nicht gefragt, ebensowenig nach Flugreisen etc… So richtig aussagekräftig ist der Greendex daher nicht.

  • Ich verzichte nun schon seit anderthalb Jahren auf Fleisch und habe es bslang nicht bereut. Insbesondere Rindfleisch ist ja der Klimakiller Nr.1…

    Grüße
    Oliver


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