9. Oktober 2008...18:09

Sinusvenenthrombose

Zu den Kommentaren

Da in letzter Zeit unheimlich viele Menschen diesen Blog hier unter dem Stichwort Sinusvenenthrombose finden, möchte ich dazu doch noch ein paar Zeilen mehr schreiben. Wer hier nämlich Informationen über Heilung, Krankheit, Hilfe etc. sucht, den muss ich enttäuschen.

Ich hatte zwar im Februar eine Sinusvenenthrombose, aber die hat sich nicht, wie normalerweise wohl üblich, langsam aufgebaut.  Meine Sinusvenenthrombose kam unglaublich plötzlich, und ich bekam sie auch nicht,  weil ich irgendwelche eigenen Risikofaktoren mitgebracht habe, sondern weil ich hochdosiertes Kortison ohne die Beigabe von Heparin bekommen habe. Sozusagen Kunstfehler oder einfach Pech gehabt. Ich hatte auch keine klassischen Symptome, ich war am Morgen sogar Laufen und bis nachmittags ging es mir super. Dann allerdings bekam ich tierische Kopfschmerzen, mir war übel und schwindlig und an alles andere kann ich mich zum Glück überhaupt nicht mehr erinnern. Ich hatte großes Glück und war sehr schnell im Krankenhaus und die Ärzte dort erkannten sehr schnell, was genau passiert war. Soviel zum Thema Symptome. Hätte auch eine Migräne sein können.

Ich weiß inzwischen, dass eine Sinusvenenthrombose normalerweise nicht so verläuft und die wenigsten so viel Glück haben wie ich und ohne Schäden bleiben und in so kurzer Zeit wieder vollständig gesund werden. Natürlich habe ich im Internet nach Erklärungen und Informationen über Sinusvenenthrombosen gesucht, ich kann davon aber nur abraten. Wie so oft findet man nur Berichte spektakuläre, sprich tödlich verlaufende Varianten der Krankheit. Ich kann allen Betroffenen nur raten, sich einen wirklich guten Neurologen oder eine Neurologin zu suchen und sich nicht mit Horrorgeschichten aus dem Netz verrückt zu machen. Jeder Mensch ist anders und alle Angaben im Internet sind individuell und teilweise auch widersprüchlich. Helfen können diese Foren und Informationen auch nicht wirklich. Mir zumindest haben sie mehr Angst gemacht, als tatsächlich zu helfen. Was mir wirklich geholfen hat, war viel Bewegung, gesundes Essen und all die lieben Leute, die mir zur Seite standen. Und die blöden Medis, aber ich mag sie trotzdem nicht.

Eine Antwort schreiben