Sprachlos

Warum bleibe ich sprachlos, wenn ich ein „Dein Auftraggeber ist ja auch ein Netter.“ als Reaktion darauf erhalte, dass ich gute Arbeit geleistet habe?

Warum bleibe ich sprachlos, wenn sich ein Kollege in größerer Runde darüber beschwert, dass eine Kollegin die Arbeit wegen Frauenproblemen nicht erledigt hat (das „Frauenproblem“ war übrigens Krebs…).

Warum bleibe ich sprachlos, wenn mein Chef mir sagt, dass für meine Arbeit eigentlich ein Mann vorgesehen wäre, weil es sich ja um ein technisches Thema handelt?

Warum bleibe ich sprachlos, wenn Bewerberinnen mitt Kind gefragt werden, ob sie sich wirklich einen Vollzeitjob zutrauen, Bewerber mit Kindern jedoch nicht?

Warum bleibe ich sprachlos, wenn ein Vorgesetzter mir sagt, die Kollegin könne kein Projekt leiten, weil sie ja ein kleines Kind habe?

Warum bleibe ich sprachlos, dass Männer Informationen nur mit Männern teilen und sich die guten Arbeiten zuschustern?

Warum bleibe ich sprachlos, wenn Männer ihre Arbeit schlampig erledigen und die Frauen die Zeit darauf verwenden, das Produkt noch unter Zeitdruck für den Kunden aufzubereiten?

Warum bleibe ich sprachlos, wenn das geringere Gehalt der Frauen damit begründet wird, dass sie doch eh bald schwanger werden?

Das Glücksprojekt Monat #7

Der April ist vorbei, auch wenn das Aprilwetter noch ein wenig länger geblieben ist.

Wie lief es im April, in dem es sich um das Thema Lernen und das Ziel Bildung ging?

  • Ich hatte mir vorgenommen, wieder damit anzufangen, Arabisch, Chinesisch, Spanisch und Ungarisch zu lernen.
    Das habe ich auch getan, wenn auch nicht täglich und auch nicht ganz so intensiv, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich lerne zuhause, habe aber weder einen Kurs noch Tandempartner/-innen gesucht.
  • Ich wollte gezielt spannende und informative Dokumentation zu den unterschiedlichsten Themen sehen. Damit habe ich auch angefangen und insbesondere Padcasts haben es mir angetan.
  • Ich wollte mehr Zeitung lesen und Nachrichten nicht nur über Deutschlandfunk hören. Das habe ich irgendwie verschwitzt.
  • Ich wollte eine neue Technik erlernen. Sei es Stricken oder Frisbee oder Rollerbladen oder Malen oder Gitarre oder… Einen Monat lang werde ich täglich diese neue Technik üben. 30 Tage lang werde ich es ernsthaft versuchen. Statt Stricken oder Malen ist es Kopfstand geworden. Ist jetzt nicht so künstlerisch, ich mach es aber gern.

Mal abgesehen davon, dass ich aus den Vormonaten noch ein paar offene Punkte haben muss ich sagen, es lief ganz gut. So perfekt, wie ich es mir vorstelle zwar nicht, aber besser als ohne das Glücksprojekt.

Im Mai ist nun Zeit, mich um das Thema Manieren zu kümmern um meinem Ziel Eleganz näherzukommen. Ich möchte gegenüber meinen Mitmenschen höflicher und eleganter auftreten und dazu gehört für mich:

  • Höflich zu allen zu sein und zwar ungeachtet meiner Laune oder dem Verhalten anderer.
  • Ich möchte meine Umgangsformen verbessern und diese dann auch einüben. Sei es durch das Selbststudium des Knigge oder durch einen Benimmkurs. Letzteres könnte Spaß machen.
  • Ich möchte mich täglich besser kleiden. In letzter Zeit tendiere ich eher zu schluffig statt zu elegant und das möchte ich ändern. So Richtung Pariser Chic. Ich denke immer noch über eine Stilberatung nach. Leider ist die etwas teuer…
  • Ich werde an meiner Haltung arbeiten und jeden Tag darauf achten, nicht wie ein Schluck Wasser in der Kurve rumzuhängen. Auch zuhause. Denn Eleganz hat nicht nur mit Kleidung zu tun, sondern viel mit Haltung.

Klingt erst mal einfach, ist aber etwas knifflig. Gewohnheiten sind schwerer abzutrainieren, als sie sich einschleichen.

Noch fünf Monate Glücksprojekt und bislang ist meine Bilanz posititv.

Gute Vorsätze – Dranbleiben die vierzehnte

Meine Stimmung hellt sich langsam auf, auch wenn mich manches noch immer furchtbar traurig macht. Trotz mieser Stimmung heißt es aber dranbleiben.

#1 Kauf nichts mehr: Außer einem Geschenk für meine Nichte habe ich nichts gekauft, zumindest nichts gegenständliches. Der Staffelpass für Doctor Who musste aber sein!

#2 Brauch es auf: Je weniger ich zum Einkaufen komme, desto besser klappt das mit dem aufbrauchen. Es ist aber erstaunlich, wie lange ich dazu brauche. Gründe: Erstens esse ich wochentags mittags immer auswärts, zweitens bin ich jetzt auch abends oft in Restaurants zum Essen verabredet und drittens bin ich manchmal allein zu faul zum Essen…

#3 Do it yourself: Bodylotion habe ich gemacht, alles andere wartet darauf, dass es leer wird, um ersetzt zu werden.

#4 Verschenke Zeit: Ich verbringe mehr Zeit mit Freunden, so als Strohwitwe.

#5 Vermeide Müll: Hängt stark mit Punkt 1 und 2 zusammen.

#6 Achte auf Dich: Langsam aber stetig…

#7 Bilde Dich weiter: Mein neues Hobby Podcast hören. Sei es beim Bügeln oder im Bad. Lesen klappt immer nur so phasenweise. Dafür klappt es mit dem Sprachenlernen.

#8 Werde gelassen und entspannt: Ich bin nicht so übel gestresst. Ich fasse das als kleinen Erfolg auf..

#9 Probier was Neues: Kopfstand. Ich übe Kopfstand. Zwar noch an die Wand, aber ich habe den Bogen bald raus.

#10 Lebe das Glücksprojekt: Das ist der Plan.

Wochenrückblick #18

Gehört: Deutschlandfunk und Economist.

Gelesen: Ziemlich viel, aber immer noch zuwenig.

Gedacht: Laut Kalender ist Mai, laut Wetter Herbst…

Gelacht: Ab und an.

Gewünscht: Disziplin und Durchhaltevermögen.

Gemacht: Mal wieder Bodylotion und Badekugeln.

Gewundert: Wie viel ich erledigt bekomme, wenn ich den A… hochkriege.

Gefreut: Dass die Internetverbindung mit Peking so gut klappt.

Gewesen: Im Pergamonmuseum. Trotz Baustelle lohnt sich das.

Gelernt: Der teufel steckt oft im Detail.

Gute Vorsätze – Dranbleiben die dreizehnte

Die letzten Wochen waren nicht wirklich einfach und so cool, wie ich gerne wäre bin ich lange nicht. Trotzdem habe ich nicht vor, aufzugeben. Ich habe mir die Vorsätze zu Jahresbeginn ja  ausgedacht, weil ich etwas erreichen will.

#1 Kauf nichts mehr: Nachdem der April ein Shoppingmonat war und ich im Mai auch noch so ein paar Dinge kaufen möchte, werde ich ab Juni weitere drei Monate aufs Shoppen verzichten.

#2 Brauch es auf: Ein paar Dinge neigen sich dem Ende zu oder sind bereits aufgebraucht. Aber es ist mühsam, weil ich viel lieber frische Sachen esse.

#3 Do it yourself: Bislang bleibt es bei den Basics und ich muss das auch dringend wieder tun, weil mir neben dem Waschmittel auch die Bodylotion und die Handcreme ausgegangen ist.

#4 Verschenke Zeit: Das ist mein wertvollstes Gut, daher bin ich damit im Moment nicht so großzügig.

#5 Vermeide Müll: Ich werde versuchen, so plastikfrei wie möglich einzukaufen.

#6 Achte auf Dich: Ich nehme fleißg meine Vitamine, versuche gesund zu essen, ausreichend zu schlafen und mache ein wenig Sport. Meine neueste Macke ist es, einen Kopfstand hinzubekommen. Ob das gesund ist, weiß ich nicht, aber es klappt besser, als ich dachte. Am Spagat arbeite ich auch, da fehlt mir aber noch ein halber Meter. Himmel, seit weann bin ich so unsportlich und unbeweglich? was auch noch nicht wieder klappt, ist es morgens aus dem Bett in die Laufklamotten zu hüpfen und loszurennen. Das habe ich früher dreimal die Woche morgens um halb fünf gemacht und holla, war ich danach wach! Das will ich wiederhaben.

#7 Bilde Dich weiter: Ja, ich habe wieder angefangen mit den Sprachen und höre Podcasts. Dafür bleibt der Fernseher aus. Zugegeben: Da im Moment keine Serie auf Netflix kommt, die mich wirklich vom Hocker haut, fällt mir das auch leicht. Sobald endlich die neuen Folgen von Doctor Who laufen, bin ich auf der Couch.

#8 Werde gelassen und entspannt: Hmpf. Es hilft, den Morgen entspannt anzugehen und schon ein paar Dinge zu erledigen. Ein gutes Gefühl.

#9 Probier was Neues: Habe mich impfen lassen und fliege bald nach China. Alles ziemlich neu.

#10 Lebe das Glücksprojekt: Ich gebe mir Mühe.

Wochenrückblick #17

Gehört: Deutschlandfunk und Economist.

Gelesen: Ziemlich viel, aber immer noch zuwenig.

Gedacht: Fühle mich immer noch nicht besser und Impfungen helfen da auch erst mal nicht wirklich?

Gelacht: Manchmal.

Gewünscht: Wieder mehr Optimismus zu entwicklen.

Gemacht: Meinen Ehemann für drei Jahre nach Peking verabschiedet.

Gewundert: Wie viel Zeug sich trotz mehrmaligen Ausmistens noch in unserer Wohnung verbarg.

Gefreut: Dass er gut in Peking angekommen und gut untergebracht ist.

Gewesen: In Bonn, nochmal in Bonn und in Hannover.

Gelernt: Manches stecke ich nicht gut weg.

Wochenrückblick #16

Gehört: Schlechte Nachrichten.

Gelesen: Informationsseiten der Kinderkrebshilfe und alles was ich sonst finden konnte.

Gedacht: Warum?

Gelacht: Mir ist nicht nach Lachen zu Mute.

Gewünscht: Bessere Nachrichten.

Gemacht: Versucht, das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht zu überwinden.

Gewundert: Über nichts, aber ich hoffe auf ein Wunder.

Gewesen: Im Norden.

Gelernt: Der richtig heftige Scheiß lässt alle kleinen Alltagsprobleme blass und unerheblich aussehen.