Weimar

Am Samstag bin ich mit zwei Freundinnen und Herrn F. nach Weimar gefahren. Da keiner von uns wirklich Lust auf Bahnfahren mit umsteigen und früh aufstehen hatte, haben wir uns ein Auto gemietet. Bis auf einen kleineren Umweg von etwas über 100 Kilometer fuhr es sich trotz strömendem Regen und diverser Baustellen wirklich gut. Manchmal ist es wohl hilfreich, sich die Karte vorher anzusehen und mitzunehmen, anstatt einfach so loszufahren. Da wir es aber nicht eilig hatten, war mir auch keiner böse. Sagten sie zumindest.

Weimar selbst ist ein recht hübsch herausgeputztes Städtchen, es gibt viele schön renovierte Häuser und auch sonst viel zu sehen. Wir hatten auch Glück und es hatte aufgehört zu regnen, als wir Thüringen erreichten. Der Weihnachtsmarkt war nicht zu überlaufen, auch wenn es nach Einbruch der Dunkelheit (Wieso muss die Dunkelheit eigentlich einbrechen, hat die keinen Schlüssel?) schon etwas voller wurde. Die Weihnachtsmarktbuden verstellten gelegentlich den Blick auf die alten Häuser, waren aber sonst nicht allzu hässlich. Glühwein wird übrigens auch in Weimar in diesen furchtbaren Keramikstiefeln serviert. Da ich aber fahren musste, kam ich um die Peinlichkeit, aus solchen Bechern trinken zu müssen, herum. Menschen mit Geweihen und rot-weißen Mützen auf dem Kopf gibt es in Weimar auch, es scheint also ein weiter verbreitetes Phänomen und nicht auf Berlin beschränkt zu sein.

Bis auf einen Besuch im Goethehaus haben wir uns den kulturellen Teil gespart. Den wollen wir mal im Sommer nachholen und uns dann auch mehr Zeit dafür nehmen. Besonders für die Schlösser und natürlich die Anna Amalia Bibliothek! (Das sei hier mal angemerkt, nicht das noch jemand auf die Idee kommt, wir seien Kulturbanausen!) Schön war die Fahrt mit dem Miniaturriesenrad, das zwar leider nicht hoch genug war, um die Stadt zu überblicken, aber man wurde dafür so schön mit Weihnachtsliedern beschallt. Und mit jemanden in einer Gondel zu sitzen, der Höhenangst hat ist immer amüsant.

Auf der Rückfahrt kam dann noch die Diskussion auf, warum niemand zugeben würde, dass er ein schlechter Autofahrer sei. Ich habe ja schwer darüber nachgedacht, aber ich glaube, ich fahre ganz gut. *grins* Was zeichnet denn einen schlechten Autofahrer aus? Und dürfen das die meiste Zeit schlafende Beifahrer wirklich beurteilen?

Den Tag haben wir dann bei einer Weinprobe im Bierkeller abgerundet. Da hat mich dann mein alter Weinkennerkumpel wieder schwer überrascht, als er Weißburgunder am Geruch erkannte. Ich habe ja den Chardonnay, den Herr F. mir zum probieren gab, am Geschmack erkannt. Allerdings nur, weil ich ihn vorher schon mal probiert hatte. Ich war aber trotzdem stolz auf mich.

P.S.: Irgendjemand hat vergessen dem Wetter mitzuteilen, dass Dezember ist. Ich würde das hiermit nachholen:

@Wetter: ES IST DEZEMBER!

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