Zwei Tage weg und keiner hat’s gemerkt

Jetzt war ich doch glatt zwei Tage ärztlich verordnet zuhause, ohne Internetanschluss und da ich nicht reden sollte/durfte auch ohne Telefon. Kein Mensch hat es bemerkt. Keine besorgten Anrufe, spontane Hausbesuche, nichts. Ist schon interessant zu merken, dass die Welt auch ohne mich weitergeht. Ich kann mich auch gar nicht entscheiden, ob ich das jetzt zum heulen finde, oder eigentlich ganz angenehm. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Erstens kann ich nun fast wieder normal sprechen, ohne dass die Stimme ständig wegbleibt, was vor allem mitten im Satz doof ist. Zweitens war so vor mich hin dösen auch mal gar nicht schlecht. Allerdings wäre ein Sofa schon sehr viel bequemer. Merke: das nächste Mal Kranksein nur bei Herrn F., da kann man vom Bett aus Fernseh gucken. Am bescheidenen Fernsehprogramm ändert das aber auch nicht. Ich bin wirklich erstaunt, wer und was so alles vor eine Kamera drängt. Da hüpfen hochschwangere 16jährige rum, sexgeile 80jährige und alle sind der Meinung sie seien die Besten, Coolsten, Tollsten. Gibt es da irgendwo Selbstbewusstseinspillen umsonst? Kann ich da mal ein zwei von abhaben? Drittens habe ich jetzt so viel geschlafen, das reicht bis Ende Januar. Viertens: ich habe mich schon lange nicht mehr so aufs Büro gefreut. Und fünftens konnte ich endlich mal ein wenig in meinen Büchern weiterlesen, wenn auch dank der Kopfschmerzen nicht besonders viel. Aber es sind bald Weihnachtsferien, da kann ich dann alle fertig lesen und mir ohne schlechtes Gewissen ganz viel neue kaufen.

Fazit: Ich hätte schon auf die zwei Tage Kranksein verzichten können, aber so schlimm, wie ich befürchtet hatte, war es nun doch nicht.

Kommentare

(20.12.07 16:35):
Warum vergesse ich ab und an, daß du daheim keine mail hast? und wärst du auch ohne arztbefehl daheim geblieben? ich hoffe, du spricht auch im büro jetzt nicht so viel, ziehst dich warm an und trinkst viel und versuchst es mit einigermaßen humanen arbeitszeiten??? das mit dem aufs büro freuen, kann ich nachvollziehen, aber daß dir nach zwei tagen schon die decke auf den kopf fällt… gut, so richtig ferien sind ne kranklschreibung, wenn man echt krank ist nicht, aber du bist doch optmist: entspann mal. außerdem bist du ein medizinisches wunder: du kannst vorschlafen.
lieben gruß und gute besserung. und ich halte aussschau nach hühnerfreien hühnersuppe und einer couch.

dontblog (21.12.07 16:55):
Ach, es lebt sich auch ohne E-Mail und Internet zuhause. Irgendwie.
Ohne Befehl mache ich gar nichts. Schon gar nicht daheim bleiben. Im Büro ist es viel lustiger. Da kann man sich mit vielen Leuten unterhalten – ich kann ja jetzt endlich wieder reden. Und Kuchen gibt es auch. Und Kekse. Und Schokolade. Und den Kaffee darf ich nicht vergessen! Am besten ist der Kaffee! Jura-Kaffeevollautomat. Voll automatisch toller Kaffee. Himmlisch! Bin eigentlich nur wegen des Kaffees hier.
Das mit der Krankschreibung wenn man richtig krank ist hab ich nicht verstanden. Bekommt man auch bei falsch krank eine Krankschreibung? Wozu soll das denn gut sein?

Ein Gedanke zu “Zwei Tage weg und keiner hat’s gemerkt

  1. Die Wurzel allen Übels! Meine Kaffeesucht! Jetzt weiß ich es endlich! Zu den Folgen siehe Januar 2008 bis März 2009…

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