Fragen über Fragen

Wo muss ich meine Faust eigentlich platzieren, wenn ich einem eine auf die Zwölf hauen möchte?

Warum sollen eigentlich alle, sogar Nicht-Autofahrer, ständig Gas geben? Das „Gasgeben“ meiner Zimmernachbarin im Krankenhaus kann doch wohl hoffentlich nicht damit gemeint sein, oder?

Gibt es eigentlich auch andere Wörter für „lecker“? Irgendwie ist inzwischen alles Essbare „lecker“. Ich kann mich noch schwach an Zeiten erinnern, wo man/frau, je nach Grad des Genusses, noch Wörter wie „hervorragend“, „ausgezeichnet“, „köstlich“, „sehr gut“, „gut“, „spitze“, „delikat“ usw. benutzte. Darf man/frau die heute auch noch verwenden?

Und wo bitte ist denn genau der Punkt, wenn das Steak „genau auf den Punkt“ ist? Wird Steak nicht mehr auf Tellern serviert?

Warum sagt man/frau heute immer „Das ist nicht meins.“, wenn man/frau etwas nicht mag? Am besten noch in der noch in dieser Variante: „Das ist nicht so richtig meins.“ Also ich mag keinen Honig. Den finde ich Mega-Ih-Bäh. Muss ich jetzt immer sagen „Honig ist nicht meins.“? Ich besitze doch gar keinen Honig. Nicht einmal Produkte mit Honig. Also stimmt der Satz, „Honig ist nicht meins.“ ja schon (mal abgesehen von der Grammatik), aber was ich eigentlich sagen möchte, nämlich dass mir Honig ganz und gar nicht schmeckt, das sage ich mit diesem Satz nicht. Irgendwie total daneben.

Kommentare

schonwiederder 6.4.08 11:15

na, also das mit dem Steak ist so ne Sache, aber als Vegi haste da eh keine Ahnung , am liebsten hab ich es medium, aber in der Grösse XXL und dazu nur etwas Sauce, den Das Gemüse und die Beilagen sind bei den Vegis gut aufgehoben.

KochSchlampe kochschlampe@vollbio.de 6.4.08 12:10

In meinem Paralleluniversum darf man sich zu Essen nicht nur differenzierter als „lecker“ äußern, ich erwarte es. Genauso bin ich auch ein Freund der klaren Ansage – mir ist es lieber, wenn mir direkt erklärt wird, dass jemand xyz überhaupt nicht leiden kann, als wenn ein PC-Eiertanz ausgeführt wird. Denn nichts anderes ist der Versuch mit dem „ist nicht so meins“. Ein vorsichtiges Absichern, dass während man selber wasauchimmer nicht mag, man gleichzeitig mitverkündet, dass man sich dessen bewusst ist, dass es andere Menschen gibt, die genau das mögen und die deswegen nicht verurteilt werden sollen.

dontblog 6.4.08 12:34

Aber warum sind die meisten so eingebildet und auf sich fixiert, es gleich auf sich zu beziehen, wenn man/frau zum Beispiel sagt, dass man/frau Volleyball doof findet? Wenn ich sage „Ich finde Volleyball doof.“, dann sage ich nicht, ich finde Volleyballspieler doof. Das würde ich nämlich, wenn ich es denn sagen wollte, so ausdrücken: „Ich finde VolleyballSPIELER doof.“ Ich bin ja auch nicht gleich bis in die Grundfesten beleidigt, wenn mir jemand sagt, er möge Schnitzel.

charles 6.4.08 22:30

Sheba est vraimant „lecker“. aber immer avec Dill. lecker. Nachher muss Katze essen, ohne Dill. lecker

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