Interpretationssache, schon wieder

Der Westallgäuer kann nicht nur Zahlenakrobatik, nein, er bleibt auch häufig deutlich ungenau:

1974 holt ihn Joseph Rudolph ins Westallgäu: Von CSU und Freien Wählern nominiert, zieht er mit einem deutlichen Wahlergebnis ins Rathaus von Weiler-Simmerberg ein. Der Chefsessel dort bleibt 28 Jahre lang in der Hand des Bürgermeisters Riedmüller, bis er 2002 aus Altersgründen nicht mehr kandidiert. Eine letzte Runde in der Lindauer Kreispolitik will der damals 65-Jährige zu jener Zeit aber noch einmal drehen.

Gut, dass Riedmüllers Wahlergebnis zum Sieg gereicht hat ist mir klar, sonst wäre er ja nicht Bürgermeister geworden. Aber was bedeutet „mit einem deutlichen Wahlergebnis„? Ist ein fulminanter Wahlsieg gemeint? Oder soll die Tatsache verschleiert werden, dass es genau eine (und keine halbe) Stimme war, die ihm zum Sieg verholfen hat? Dass das Wahlergebnis in Druckschrift veröffentlicht wurde? Dass er mehr als 90 Prozent erreicht hat? Oder mehr als 50 Prozent? Ich weiß es nicht, ich war damals noch nicht mal in Planung. Interessieren tut es mich trotzdem. Wer es also weiß, bitte melden!

Warum er den Chefsessel in der Hand hatte und nicht auf ihm saß, das wüsste ich auch gerne… (Hämorrhoiden vielleicht?)

Und warum er noch mal eine letzte Runde in der Lindauer Kreispolitik drehen wollte, wo das doch erstens seine erste Runde in der Kreispolitik war und man zweitens schwerlich eine letzte Runde zweimal drehen kann, sonst wäre es doch keine letzte Runde?

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