Wahrlich (k)ein Genuss

Der Westallgäuer versüßt meinen Wochenbeginn heute mit folgendem Artikel:

Genuss für Auge, Ohr und Gaumen

Brauereifest Meckatzer Löwenbrau serviert Biere zum einem Vier-Gänge-Menü und anspruchsvoller Unterhaltung

Darf’s ein kleines Pils sein als Apéritif, und ein Zwickelbier anstatt Espresso zum phantasievollen Dessertarrangement? Was Bier außerhalb von Stammtisch und Grillfest so alles kann, wollten die Meckatzer mit ihrem Weiss-Goldenen Genießerabend, dem Auftakt zum Genuss-Wochenende, beweisen. Sie kredenzten ihren 650 Gästen im festlichen Zelt eine Auswahl ihrer Hopfensäfte zum Vier-Gänge-Menu, das großteils aus regionalen Spezialitäten bereitet war. Anspruchsvolle Unterhaltung unterstrich das von Brauerei-Chef Michael Weiß herausgegebene Motto, das Meckatzer Wochenende als „Fest der Sinne“ zu feiern.

Ein hervorragendes Duo war engagiert: Benny Horatschek (Saxofon) und die unter dem Künstlernamen „Mya-N“ auftretende Pianistin und Sängerin steuerten zu dem fast fünfstündigen Event ausdauernd Jazz bei, aufgemöbelt mit ein bisschen Soul und ein bisschen Pop. Packende Akrobatik führte die „Golden Pyramid“ aus Ungarn vor, bestehend aus zwei muskelbepackten Männern und einer Frau. In Zeitlupentempo entwickelten die drei Körper – ungeachtet jeder Schwerkraft – ineinanderfließende Figuren, die im Schatten eines goldenen Spotlichts wie geheime Schriftzeichen anmuteten. Kraft, Spannung, Körperbeherrschung: eine fesselnde Darbietung.

Die „Mehlprimeln“ leisteten den kabarettistischen Beitrag des Abends. Von gedichteten, hintersinnigen Wortspielen bis hin zu deftigen Schenkelklopfern nahm das Publikum alle Witze des bayerisch-schwäbischen Brüderpaars Reiner und Dietmar Panitz mit schallendem Gelächter auf. Dirk Scheffel, der sich als „der schnellste Xylophonist des Universums“ ankündigen ließ, lieferte tatsächlich atemberaubend schnelle, dabei aber musikalisch abenteuerliche bis aberwitzige Interpretationen ab.

Das ganze Programm wurde zusammengehalten von verschiedenen Beiträgen zum Thema Bier und der Firmenphilosophie der Meckatzer Löwenbräu. Diese packte Michael Weiß schon zur Begrüßung in Formulierungen wie „Wir wollen ein Zeichen setzen für bewussten Genuss.“ Einen Gegentrend einzuleiten zur „Geiz-ist-geil“-Kultur sei überlebensnotwendig für die Lebensmittelbranche. „Wir brauchen eine Gegenwelt zum Preis- und Werteverfall der Discounter.“

Die Gäste der Brauerei, überwiegend Geschäftspartner, Mitarbeiter, Zulieferer und Freunde des Hauses, vermissten an diesem Abend weder Sherry noch Weiß- und Rotwein. Sie nahmen auch erstaunt zur Kenntnis, dass Bier nicht nur zu Fisch und Kalbsrücken harmoniert, sondern auch die begleitenden Soßen ganz wunderbar verfeinert.

Danke Ingrid Grohe! Soviel Wortsülzerei und grammatische Schnitzer hatte ich selten in letzter Zeit.

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