Wieder in Berlin

Zwei schöne Wochen Sand, Strand und Meer auf Ibiza liegen hinter uns. Ab und an gab es auch mal sonnige Tage und ich habe etwas Farbe bekommen, also von alpinaweiß hin zu cremefarben… Ich war auch mal im Meer schwimmen. Ist aber sehr salzig. Dafür aber sauber, klar und erfrischend kühl, nicht kalt. Auch der Strand in Santa Eularia war super. Die haben nach den Gewittern sehr schnell wieder aufgeräumt und den angeschwemmten Seetang entfernt. Für meinen Geschmack gibt es an Stränden zuviel Sand, aber das gehört sich wohl so am Meer, hat man mir erklärt. Dafür gab es bei vielen, die sich am Strand regelrecht grillten, zu wenig Stoff. Ist zwar fies das zu schreiben, aber ich kann nun mal nicht anders: es gibt einfach Sachen, die will ich bei anderen nicht sehen, die sind angekleidet doch schon nicht hübsch… Und dann auch noch in hummerrot! Ich habe mir ja auch einen Sonnenbrand auf den Schienbeinen geholt, aber so durchgebraten wie einige der Masochisten dort war ich nicht. Da lagen welche, die müssen in der Nacht darauf das ganze Hotel zusammengebrüllt haben vor Schmerzen. Deren Haut schlug am Strand schon fast Blasen! Schöne Menschen laufen dort aber auch herum, auch angezogen. Es gab sogar zwei Baywatcher, so richtig mit roter Badehose, Aussichtsturm und diesem komischen roten Bojenteil. Nur ein wenig zu jung und zu klein, aber sonst sehr nett anzuschauen.

Es gibt dort ein tolles Eiscafé namens Miretti mit spitzen Eis und schönem Blick auf den Strand und die Promenade. Die ist übrigens mit rotem Marmor(?)platten gepflastert, wie fast alle Gehwege auf Ibiza. Ist bei Regen eine ziemlich rutschige Angelegenheit, aber sie haben überall Rillen reingefräst, damit wenigstens das Wasser ablaufen kann, und die Stilettos finden dort sicher auch Halt. Die meisten Platten sind nur schlicht kariert, aber in manchen Seitensträßchen sind kunstvolle Muster eingefräst. Das sieht klasse aus. Überhaupt hat die Wall’sche Stadtmöblierung noch wenig Einzug gehalten auf der Insel. Es gibt zwar einige bekannte Läden (Lidl, Spar, Zara, Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut), aber man gewinnt nicht wie in deutschen Städten den Eindruck, jede Fußgängerzone könnte auch in einer anderen Stadt sein.

Man muss kein Auto mieten auf Ibiza, man kommt inzwischen überall recht gut mit Bussen hin und die fahren entweder im Halbstunden- oder im Stundenrhythmus. Wir haben es aber trotzdem nur nach Ibizastadt geschafft. Und einmal mit dem Boot nach Formentera. Das ist eine sehr schöne Insel mit tollen Stränden! Und super mit dem Rad zu erkunden, das es nur zwei drei Teerstraßen mit Fahrradwegen gibt, der Rest ist besserer Feldweg. Super mit dem Mountainbike! Wir sahen danach zwar aus wie Schlammcatcher aber es hat tierisch Spaß gemacht. Auf der Südseite ist der längste Strand, aber an dem Tag war der voll mit glitschigen roten Quallen und das Meer war sehr unruhig, daher sind wir nach einem Kaffee in der Blue Bar (Muss man hin, sehr schön da!) zur Westseite und dort war das Meer herrlich und der Strand voll mit Touristen. Wir haben aber ein Plätzchen gefunden und noch ein wenig Sonne getankt. Herr F. hat sich sogar mutig in die eiskalten Wellen gestürzt, während ich es nur bis zu den Knien geschafft habe.

Gewitter über dem Meer sieht übrigens gigantisch beeindruckend aus. Und minutenlanges Donnergrollen hatte ich vorher auch noch nie gehört. Daher war es gar nicht schlimm, dass es ein paar Mal richtig schlechtes Wetter gab. Im Urlaub ist sogar das schön.

Gestern ging es dann zurück, wenn auch mit viel Verspätung, weil die Maschine aus Berlin nicht rechtzeitig starten konnte. Die haben sich nicht durch das Gewitter in Süddeutschland getraut. Kann ich verstehen, ich habe einige Kapitel aus dem Buch von Charles Perrow „Normale Katastrophen“ gelesen, unter anderem das Kapitel über Flugzeuge und Luftverkehr und warum es in großtechnischen Systemen unbedingt zu Unfällen kommen muss. Beruhigend…

Fazit: Ich kann Urlaub. Sogar zwei Wochen lang. Nur mit Sand überall werde ich mich wohl nie anfreunden können.

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