Milchblockade

Ist es nicht erstaunlich, dass es Jahre dauert, bevor die Leute kapieren, dass Produkte zu einem Preis verkauft werden müssen, der über den Produktionskosten liegt? Ich finde es phantastisch, dass die Bauern sich solidarisieren und endlich Preise fordern, von denen sie auch leben können. es kann doch nicht sein, dass Steuergelder dazu verwendet werden, Billig-Discounter mit billiger Milch zu versorgen, damit die noch mehr Profit einfahren können. Natürlich können sich Lidl und Co. nun ein paar Kameras weniger leisten, aber umbringen wird das keinen. Und ich kann, wenn auch schweren Herzen, mal ohne Milch und Joghurt leben, wenn dafür die Bauern endlich anständige Preise für ihre Arbeit bekommen!

Sicher trifft es auch die Armen, wenn sie mehr Geld für Nahrungsmittel ausgeben müssen, aber vielleicht, und ich gebe die Hoffnung nicht auf, stellt sich ja auch bei Hans-Werner (Un)Sinn und Konsorten mal die Erkenntnis ein, dass Menschen für ihre Arbeit so entlohnt werden müssen, dass sie davon gut und gesund leben können, ohne dass der Staat den Konzernen noch Geld für Privatdetektive, Steuerhinterzieher und Bestechungsgelder als (Lohn-)Subvention bezahlt.

Fairer Lohn – faire Preise. Dass da ein Zusammenhang besteht und dass das auch ein praktikables und bezahlbares Modell ist, das sollte doch nicht so schwer zu begreifen sein, oder?

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