EM: Deutschland gegen Polen, die Zweite

Nachdem ich ja vom Spiel Schweiz gegen Tschechien etwas mehr Tore für die Schweiz erhofft hatte, lag ich wenigstens mit meinem Tipp 2:0 für Deutschland richtig. Dann halt Patriotismus statt Matrionismus. Ist schon praktisch, wenn man zwei Staatsbürgerschaften hat und sich dann je nach Lage ein Land aussuchen kann, für das man jubeln kann. (Gut, ist schon ein wenig opportunistisch, gebe ich zu.) Das Spiel mit einer Polin zu schauen war übrigens witzig.

Portugal gegen die Türkei habe ich übrigens auch richtig getippt. Aber dass sich Italien so von den Niederländern vorführen lässt, dass hatte ich wirklich nicht gedacht. Und Frankreich hätte sich ruhig etwas mehr ins Zeug legen können. Wenigstens war die Zusammenfassung Spanien gegen Russland torreich und Griechenland gegen Schweden war zwar sehr schnarchig, aber es fielen immerhin zwei Tore. Wobei das zweite ja als Gurkentor-Klassiker in die Fussballgeschichte eingehen muss, oder?

Aber genug vom Fussball, ich hatte noch andere Unterhaltung. Picknicken an der Krummen Lanke zum Beispiel. Von der Kochschlampe mit Salat versorgt zu werden, bzw. zu anderen Anlässen bekocht zu werden, ist immer wieder ein Genuss. Und davor eine bisschen plantschen hat auch was. Ins Kiki Blofeld habe ich es jetzt auch mal geschafft, und dieses Mal war sogar geöffnet und es wurden Getränke verkauft. So kann sogar ich den Sommer ertragen.

Montag und Dienstag hatte ich dann Bereichsseminar in einem Hotel am Griebnitzsee. Die hatten eine tolle Terrasse, aber der Service war mehr als nur nicht gut. Die Kellnerin raunzte einige von uns an, als wir die Frechheit hatten, uns ein alkoholfreies Bier bestellen zu wollen. Mir hat sie mindestens dreimal die Frisur neu geordnet und auch andere hat sie beim Servieren öfter angerempelt. Ich bin ja in der Gastronomie aufgewachsen und kann schon verstehen, dass Gäste manchmal nerven, aber dass lässt man sich doch niemals anmerken! „Der Gast ist König.“ Ganz einfach. In diesem Hotel hatten wir davon leider wenig gemerkt. Und wir waren wirklich alle nett, ich habe schon viel schlimmere Gäste bedient. Bis auf eine Auszubildende muffelten alle Kellnerinnen herum und auch das andere Servicepersonal zeigte seinen Unwillen zur Beantwortung berechtigter Fragen sehr deutlich. Meine Frage, ob denn im Nachtisch Gelatine drin sei, beantwortete ein Kellner: „Ich vermute mal nicht.“, und da konnte ich es mir nicht verkneifen zu sagen, dass mir diese Aussage nicht genüge und er möchte bitte in der Küche nachfragen. (Ich hatte übrigens schon gleich bei meiner Ankunft darum gebeten, dies beim Nachtisch zu kennzeichnen und es wurde mir von der Kellnerin auch zugesagt!) Nach einer Viertelstunde kam er dann wieder und musste zugeben, dass er nicht Recht hatte… Immerhin gab es dieses Mal mehr vegetarische Alternativen als zum letzten Bereichsseminar in Potsdam… Am zweiten Tag gab es sogar mehr als vertrocknete Kartoffeln ohne Sauce.

Gestern Abend habe ich dann für eine Freundin und mich frischen Spargel, Kartoffeln und Sauce Hollandaise zubereitet, sie hat wunderbare Erdbeeren mitgebracht und wir haben uns das Spiel Griechenland gegen Schweden angeschaut. Der Service war übrigens erstklassig. Keiner hat uns angeraunzt oder angerempelt und das Essen war rein vegetarisch. Da geh ich doch glatt wieder hin 😉

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3 Gedanken zu “EM: Deutschland gegen Polen, die Zweite

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