Hochzeit in der Eifel – Teil 2

So, nun kommt der zweite Teil des Reiseberichts. Ich gebe zu, das wird mehr der Lästerteil, aber ich kann nun mal nicht anders. Obwohl die Fahrt superschön war, die Hochzeit toll, die Leute nett, ich brauche was zu meckern.

In diesem Fall lästere ich ein wenig über eine arme, überforderte Kellnerin, sehr blond gefärbt, die sich durch sehr lustige Aktionen den Unmut des Oberkellners einhandelte. So räumte sie die Suppentassen zwar inklusive Suppenteller, nicht jedoch mit Unterteller ab. Also standen bei vielen Leuten noch Teller auf dem Platz, wo doch dort später die Hauptspeisen landen sollten. Der Oberkellner hat das aber schnell bemerkt und die anderen angewiesen, die Teller noch rechtzeitig abzuräumen. Besagte Kellnerin rannte auch wegen jeder Getränkebestellung einzeln zurück zur Bar. Dann dauert es natürlich, bis alle die passenden und gewünschten Getränke vor sich stehen haben. Prinzipiell trug sie auch nie mehr als zwei Teller, dafür mussten die anderen Kellner halt schneller arbeiten, der Hauptgang kam aber trotzdem unter Zimmertemperatur an den Tisch. Was schade war, geschmeckt hat er nämlich vorzüglich. Warm wäre er perfekt gewesen. Gab es etwas zu tun, verzog sich die wohl überforderte Kellnerin auch gerne mal nach draußen, entkommen ist sie dem Oberkellner aber nie lange. Der hatte alles und alle gut im Griff, mein Kompliment!

Dann wollte ich noch über klimatisierte Züge schreiben. Das geht schnell. Die sind zu kalt! Ich habe mich sicher erkältet, nach insgesamt 10 Stunden im ICE. Nächstes Mal nehme ich mir eine Kuscheldecke mit zum Zugfahren.

In der Eifel ist einiges los. Unter anderem gab es, neben diversen Dorffesten, am vergangenen Wochenende ein Triketreffen und ein Fiat-500-Treffen. Zumindest fuhren etliche dieser Gefährte Kolonne durch das Städtchen. War lustig anzuschauen. So ein alter Fiat 500 ist schon hübsch und handlich. Herr F. begeisterte sich auch für die Trikes, mir sind die aber zu wenig überdacht und regenfest.

Nett war eine Begebenheit auf der Hinreise im Regionalzug. Dieser war schon sportlich mit Fahrrädern gefüllt und so traute sich an einem Bahnhof ein Vater mit seinen zwei Söhnen nicht mehr hinein. Da schallte es dann in diesem herrlichen Kölnischen Dialekt aus dem Zug: „Kommt doch rein! Los, kommt rein!“ und alle machten Platz und halfen den dreien herein. Ja, die Rheinländer sind ein nettes Volk!

Hm, ich stelle fest, so viel gab es gar nicht zu lästern. Es war einfach ein schönes Wochenende, das mich durchaus überzeugen kann, doch öfter mal den Reisemuffel weg- und die Tasche vollzupacken und ein wenig durch Deutschland zu fahren. Als nächstes muss ich mal nach Kiel, nach St. Augustin und nach Graal-Müritz. Wie gut, dass die deutsche Nationalmannschaft so gut gespielt hat, meine Bahncard gilt nun bis Ende September.

2 Gedanken zu “Hochzeit in der Eifel – Teil 2

  1. Ich muss auch zugeben, ich fahre nie wegen landschaftlicher Schönheiten raus aus Berlin, sondern nur um Freunde zu besuchen. Daher war ich auch schon mal in Göttingen… Landschaft hatte ich 20 Jahre, da brauche ich keine mehr. Aber ich nehme sie natürlich gerne als Zusatzanreiz.

  2. An Kiel ist die Ostsee nett. Man kann da gut ein Wochenende verbringen, aber dann hatte ich das Gefühl, alles wichtige gesehen zu haben…
    Erstaunlicherweise gibt es nur einen Zug am Tag, der von Berlin nach Kiel durchgeht…

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