Mangelnde Führungsqualitäten

Treiben mich gerade in die Verzweiflung. Ich hätte mich auf diesem Gebiet wirklich besser eingeschätzt, aber an einem unserer studentischen Mitarbeiter scheitere ich wahrhaft fast immer grandios. Gestern gab ich ihm den Auftrag, Informationen und vor allem Dokumente über ein Thema in den USA und in Japan zu suchen. Geschickt hat er mir sechs Links die sich alle auf Mittel- und Südamerika und auf völlig irrelevante andere Gebiete, sowohl thematisch als auch räumlich, beziehen. Und Dokumente waren das auch nicht. Er hat es sogar geschafft, mir einen Link zu schicken, den ich ihm als Ausgangspunkt für die Recherche geschickt hatte.

Immerhin wollte er dieses Mal nicht mit mir diskutieren, dass wir eigentlich etwas ganz anderes, als das von mir Gewünschte, brauchen.

Da er nur einmal die Woche kommt, weil er sonst nur drei Tage zum Lernen hat, habe ich bis Montag Zeit, mir was auszudenken, wie ich mich verständlich machen kann. Wenn irgendjemand weiß, was genau ich falsch mache, dann bitte melden! Mir fällt so langsam aber sicher nichts mehr ein.

5 Gedanken zu “Mangelnde Führungsqualitäten

  1. Ist mir zu blöd. Wenn ich jemandem die Arbeitsaufgabe länger erklären muss, als die Arbeit selbst dauert, dann mach ich es gleich selbst. Dann weiß ich auch, dass das dabei rauskommt, was ich brauche und wen ich zusammenschei… muss, wenn es doch nicht meinen Erwartungen entspricht. Und sollte ich selbst nicht verfügbar sein, beauftrage ich eine unsere anderen Studentinnen oder den anderen Studenten. Die sind nämlich in der Lage einfache Sätze zu versthen und sogar dann mitzudenken, wenn man sie gar nicht dazu aufgefordert hat. Mit denen macht Arbeiten Spaß und sollten sie mal eine Empfehlung brauchen, ich geb die gern…

  2. Ich würde ihn so behandeln, wie er das anscheinend verlangt: schriftliche Arbeitsanweisungen, mit Erwartungshorizont, in welcher Form und in welchem Umfang das Ergebnis zu sein hat. Inklusive Zeitrahmen.

  3. An ersteres habe ich auch schon gedacht.
    Ich hatte ihm gesagt, er solle recherchieren, was es zum Thema „Qualitätssicherung in der Berufsbildung“ in der USA und in Japan gebe. Auch schriftlich per E-Mail… Als er dann nach Hilfe fragte, gab ich ihm den Tipp, dass das auf englisch „vocational training“ hieße und dass man bei Forschungsinstituten, ähnlich dem deutschen BIBB und Bildungsministerien sowie bei der internationalen Arbeitsorganisation (das war der Link, den ich zurückbekam) Hilfreiches finden könne.
    Schön war auch seine Frage, ob das auch auf Englisch sein könne. Da halte ich ihm aber zu Gute, dass er mich, da ich ja eine Frau bin (Scheint ihm nicht geheuer zu sein, er ist Iraker, aber das hat damit vielleicht nichts zu tun.) für nicht ganz so helle hält und er mir daher gerne hilfreich unter die Arme greifen möchte… Naja, ein wenig blond bin ich schon, und ein wenig älter als er, da könnte er schon auf die Idee kommen, mir über die Straße helfen zu wollen…
    Upps, ich werde sarkastisch.

  4. Vielleicht ist er einfach nur n Trottel ^^. Kannst aber versuchen beim nächsten mal so präzise wie möglich deine Vorgaben zu machen, oftmals scheiterts daran. Lieber zwei Minuten mehr aufbringen bei der Aufgabenverteilung. als letztendlich leer ausgehen. Kurz, alle Fragen die beantwortet werden sollten.
    Was? Wofür? Zu welchem Zweck? Auf welche Art und Weise? Wann ? Wo ? Wie? Warum?……….
    Am besten schriftlich damit der arme Junge das nicht vergisst.

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