Sinusvenenthrombose

Da in letzter Zeit unheimlich viele Menschen diesen Blog hier unter dem Stichwort Sinusvenenthrombose finden, möchte ich dazu doch noch ein paar Zeilen mehr schreiben. Wer hier nämlich Informationen über Heilung, Krankheit, Hilfe etc. sucht, den muss ich enttäuschen.

Ich hatte zwar im Februar eine Sinusvenenthrombose, aber die hat sich nicht, wie normalerweise wohl üblich, langsam aufgebaut.  Meine Sinusvenenthrombose kam unglaublich plötzlich, und ich bekam sie auch nicht,  weil ich irgendwelche eigenen Risikofaktoren mitgebracht habe, sondern weil ich hochdosiertes Kortison ohne die Beigabe von Heparin bekommen habe. Sozusagen Kunstfehler oder einfach Pech gehabt. Ich hatte auch keine klassischen Symptome, ich war am Morgen sogar Laufen und bis nachmittags ging es mir super. Dann allerdings bekam ich tierische Kopfschmerzen, mir war übel und schwindlig und an alles andere kann ich mich zum Glück überhaupt nicht mehr erinnern. Ich hatte großes Glück und war sehr schnell im Krankenhaus und die Ärzte dort erkannten sehr schnell, was genau passiert war. Soviel zum Thema Symptome. Hätte auch eine Migräne sein können.

Ich weiß inzwischen, dass eine Sinusvenenthrombose normalerweise nicht so verläuft und die wenigsten so viel Glück haben wie ich und ohne Schäden bleiben und in so kurzer Zeit wieder vollständig gesund werden. Natürlich habe ich im Internet nach Erklärungen und Informationen über Sinusvenenthrombosen gesucht, ich kann davon aber nur abraten. Wie so oft findet man nur Berichte spektakuläre, sprich tödlich verlaufende Varianten der Krankheit. Ich kann allen Betroffenen nur raten, sich einen wirklich guten Neurologen oder eine Neurologin zu suchen und sich nicht mit Horrorgeschichten aus dem Netz verrückt zu machen. Jeder Mensch ist anders und alle Angaben im Internet sind individuell und teilweise auch widersprüchlich. Helfen können diese Foren und Informationen auch nicht wirklich. Mir zumindest haben sie mehr Angst gemacht, als tatsächlich zu helfen. Was mir wirklich geholfen hat, war viel Bewegung, gesundes Essen und all die lieben Leute, die mir zur Seite standen. Und die blöden Medis, aber ich mag sie trotzdem nicht.

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19 Gedanken zu “Sinusvenenthrombose

  1. Hallo zusammen, dieser Eintrag wird noch immer häufig besucht, daher möchte ich gern allen hier Mut machen. Haltet durch – auch wenn jede ST anders verläuft und andere Ursachen hat, die Medikamente doof sind und überhaupt man gerade anderes zu tun hat, als sich um siene Genesung zu kümmern.
    Ich weiß nicht, ob es Glück war, dass ich wieder vollkommen gesund wurde, oder ob es daran lag, dass ich alle Medikamente wie verschrieben eingenommen, dass ich mich an die empfohlene Diät und den strukturierten Tagesablauf gehalten habe, dass ich moderat mit Sport begonnen habe und fest daran geglaubt habe, dass ich wieder gesund werde.
    Aber wenn es nicht nur Glück war, dann würde ich empfehlen, den Ärzten zu vertrauen und mich an den Plan zu halten, auch wenn es nervt. Ja, mir sind die Haare ausgegangen. Ja, es rauschte dauernd in den Ohren. Ja, ich hatte ständig Kopfschmerzen und dann Angst und manchmal auch Panik. Ja, die ständigen Blutabnahmen und die MRTs waren alles nur nicht schön. Ja, die Diät und der Verzicht auf Alkohol war Mist. Aber das war der Preis, den ich für die Genesung zahlen musste und wollte.

  2. Hallo zusammen, ich hatte vor 10 Monaten eine SVT, seitdem nehme ich Marcumar und werde es lebebslang nehmen müssen,da ich eine Gerinnungsstörung habe. Was bleibt ist die ständige Angst erneut eine zu bekommen. Ich leide seitdem unter Angst-und Panikattacken. Bei der geringsten Veränderung meines Gesundheitszustandes habe ich wieder Angst. Ich habe immer noch auf der ganzen linken Seite ein Taubheitsgefühl,aber ich lebe.

  3. Hallo zusammen,
    ich hatte im Juni 2012 nach einer Zahnoperation auch eine sinusvenenthrombose erlitten. Bei mir dauerte es einige Wochen bis dies erkannt wurde. Ich hatte immer wieder Kopfschmerzen, dann müßte ich mich dauernd Übergeben bis dann schließlich meine linke Hand schon Ausfälle hatte. Ich wurde dann ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde dann die Sinusthrombose erkannt. Mußte dann auch heperarisiert werden. Anschließend war ich dann auf einer Reha.
    Muß seitdem lebenslang Macumar nehmen.
    Auch noch heute habe ich Beschwerden, ganz besonders bei Wetterumbruch da habe ich so einen Druck im Kopf. Außerdem bin ich nicht mehr so belastbar und ständig müde.
    Mein Arzt meinte mit dem muß man einfach Leben.
    Wünsche Euch allen viel Kraft bei der Krankheit die man wirklich braucht!

  4. Hallooo, ich bin so froh dass och auf diese seite gestoßen bin.hatte am Montag einen epileptischen anfall auslöser dafür war eine sinusvenenthrombose. Natürlich wollte ich mehr wissen und machte mich im Internet schlau.aber was ich da fand, nur erschreckende Beiträge und horrorgeschichten.wenn ich das alles durchlesen würde wäre ich am ende hoffnungslos. Geduld ist in diesem fall das zaubetwort und ich denke mal jeder mensch ist individuell wobei die lebenseinstellung sicherlich wesentliches zur Heilung beträgt. Danke danke für eure Seite ihr gebt mut ubd kraft:)

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