Hafenbar

Kann man (wahrscheinlich auch noch als Einzige) nüchtern einen Abend in der Hafenbar überstehen? Freitags zur Schlagernacht? Ich habe es ausprobiert und ja, man kann, so richtig lustig ist es allerdings nicht, man fühlt sich wie ein Alkoholiker auf Entzug. Ich habe ständig versucht, an den Wodka-Cola meiner Freundin ranzukommen, um in den seeligen Schwindel des Betrunkenseins abzutauchen, aber sie war immer schneller. So blieb ich nüchtern. Vielleicht ist das auch besser so, ich kann Cola nämlich nicht leiden. Klar, ich hatte Spaß mit meinen Freunden. Tanzen muss man dort eh, anders kann mann sich bei der Masse an Leuten auch nicht fortbewegen. Mitsingen bzw. Mitgölen kann man auch ungestraft, für eine Unterhaltung ist es nämlich einfach zu laut und oben in der Minibar oder vor den Toiletten braucht man sich auch nicht aufzuhalten, sonst wird man auf dem Weihnachtsmarkt als Räucherkerze verkauft. Aber auch wenn ich Spaß hatte, nüchtern geh ich in den Laden nicht noch mal! Ich habe ständig über die völlig bescheuerten Texte der Schlager nachgedacht, die Witze meiner Freunde nicht verstanden und mein Geruchssinn ist nüchtern leider viel zu gut. Sehen tu ich blöderweise nüchtern auch besser. Dieser gnädige Schleier fehlt schon irgendwie…

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Ein Gedanke zu “Hafenbar

  1. 😉

    Kann ich gut verstehen, dass Du da nicht wieder nüchtern hin willst.
    Was das Sehen angeht… ich fürchte, da war mein Pegel immer noch zu niedrig.

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