Meine erste echte Dienstreise

Am Freitag hatte ich meine erste Dienstreise. Interview mit einem Wissenschaftler in München. Mit dem Zug an einem Tag nicht zu schaffen. Also wegen drei Stunden Gespräch ab in den Flieger. War mein erster Inlandsflug. Mein grünes Gewissen hat ganz schön gegrummelt. Aber Arbeit ist Arbeit. Natürlich war in München Nebel und der Flieger musste eine Stunde in Tegel auf die Abflugfreigabe warten. Aber Warten hatte ich an diesem Morgen schon geübt, daher war das kein Problem für mich. Immerhin hatte der Bus am S-Bahnhof 10 Minuten warten müssen, bis auch der letzte Depp verstanden hatte, dass er in der Lichtschranke der Tür steht und solange er da steht, die Tür nicht zugeht und der Fahrer somit auch nicht losfährt. Überhaupt war das wieder ein gutes Beispiel für die geistige Beschränktheit mancher Fahrgäste. Im hinteren Teil des Busses waren sogar Sitzplätze frei, aber drei Leute haben es nur bis zum ersten von drei Ausgängen geschafft und haben sich und ihre Überseerollkoffer so festbetoniert, dass alle anderen nicht an ihnen vorbeikamen und wir uns somit alle beim Fahrer auf den Schoß setzen mussten. Die Trottel sind auch nicht aus dem Weg, als welche aussteigen wollten. Nicht nur doof, sondern auch noch taub. Wenn ich auch nur einen Arm hätte bewegen können, hätte ich mal einen Punch ausprobiert. Und den Idioten, der in der Lichtschranke stand, hätte ich aus dem Bus geschubst. Aber ich war wie immer früh dran und kam noch pünktlich zum Einchecken. Ohne Gepäck geht das übrigens super schnell. Nur die Kontrolle war wie immer nervig. Irgendwas piepst immer.

Dann waren wir endlich im Flieger und als der dann doch noch abheben durfte kamen wir eine Stunde später als geplant in München an, wo wir erst mal irgendwo auf dem Rollfeld rumstanden, weil der Parkplatz noch besetzt war. Aber dank Taxi sind wir noch halbwegs pünktlich zum Termin gekommen. Unser Gesprächspartner hat uns auch schon freudestrahlend erwartet und erst einmal in die TU-Mensa geführt. Dort gibt es kein Geschirr, nur so komische Muldentabletts. Gruselig. Aber ich hatte Hunger und die Pfannkuchen mit Kirschkompott waren echt gut. Vor allem die Vanillesauce. Man braucht dazu übrigens zwei Löffel. Nicht zum Stereoessen sondern weil diese Tablett sich durch das heiße Waschen verziehen und daher kippeln. Also Löffel drunter und fest steht das Teil. Machen dort alle, sieht echt witzig aus, wie jeder sich hinsetzt und erst einmal testet, auf welcher Seite das Tablett kippelt und dann entsprechend den Löffel drunterschiebt.

Nach dem Essen haben wir uns dann unterhalten und viel Neues gelernt. Der Professor hatte für einen theoretischen Physiker erstaunlich viel Humor. Und den Sandskorpion durften wir auch noch sehen. Anfassen leider nicht, seine HiWis haben sich nicht getraut, ihn aus dem Terrarium zu holen. Dabei ist er gar nicht giftig. Er war nur schlecht gelaunt, weil wir ihn geweckt haben.

Der Rückflug hatte leider auch Verspätung, aber damit hatten wir schon gerechnet. In München piepste übrigens wieder mal was anderes als in Berlin. Verstehen muss ich das nicht. Gegen acht war ich dann endlich zuhause. Fazit: Dienstreisen können Spaß machen, sind aber auch recht anstrengend… Mal sehen, was die anderen fünf, die ich bis zum 1. Dezember noch machen muss, bringen.

4 Gedanken zu “Meine erste echte Dienstreise

  1. Das ist aber schade, ich fand den kleinen sehr putzig. Und gefährlich sind die doch auch nicht. Ich glaube, mit der Grubenotter hätte man im Labor mehr Spaß😉

  2. Na ich glaube manchmal, dass das mit dem Piepen Unfug ist.😉 Mir scheint es eher, als würde das ein Zufallsgenerator entscheiden… Ich piepse (und bin wirklich „clean“) und der Schatz piepst nicht und hat sogar Geld in der Hosentasche und den Gürtel nicht ausgezogen.
    Das versteh mal einer!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s