Wo isses denn hin?

Fällt mir gerade auf: Ich war ja 6 Tage von der digitalen Bildfläche verschwunden. Das kommt davon, wenn man zwar im mobilen Zeitalter aber noch nicht im drahtlosen Kommunikationsnetz angekommen ist. Auch nicht schlimm, anscheinend kann ich ganz gut ein paar Tage ohne Internet leben.  Nun aber mal ein kurzer Report wo ich denn so hin bin und warum ich schon bald wieder verschwinde.

Letzten Mittwoch war ich in Freiburg. Da man da von Berlin aus so irrsinnig ungut hinkommt, fliegt man da zu (sogar für mich) frühen Zeiten von Schönefeld nach Basel, mietet sich dort ein Auto und fährt dann ungefähr eine Stunde nach Freiburg. Zurück dann umgekehrt. Also mit dem Auto zum Flughafen Basel und mit dem Flieger zurück nach Schönefeld. Zumindest in der Theorie klingt das einfach. Um fünf Uhr in der Früh also mit dem Taxi nach Schönefeld (dauert 45 Minuten und kostet 50!!! Euro), dann ab in den Flieger und in Basel wieder raus. Dort gibt es dann zwei Ausgänge. Einen in die Schweiz und einen nach Deutschland und Frankreich. Da wir nach Deutschland wollten sind wir selbstverständlich zur deutschen Seite raus. Die dortige Autovermietungsschalterdame (ist Deutsch nicht schön?) hatte aber kein Auto für uns, das stand nämlich auf der schweizer Seite. Muss man erst mal drauf kommen. Also die 200 Meter durch die Halle und den Zoll und dort das Ganze spiegelverkehrt aber dieses Mal mit Auto. Nachdem wir das Navigationsgerät (Igor-Igor oder so) ignoriert hatten, war es auch ganz einfach Freiburg zu finden. Man folge einfach den Schildern. So wie früher in der Steinzeit. Freiburg ist ganz hübsch, hat aber keine U-Bahn, kommt daher also als Wohnort nicht in Frage. Gerade als wir in einen Schokoladenladen am Marktplatz?/Domplatz? eingefallen waren, fiel für eine halbe Stunde in der gesamten Innenstadt der Strom aus. Gute Taktik, wir haben mehr Schokolade gekauft, als wir wollten, mussten allerdings passend bezahlen.

Das anschließende Gespräch mit dem Professor lief super, wir waren in einem sehr guten Restaurant, dessen Namen ich nur leider schon wieder vergessen habe. Das Gespräch lief sogar so gut, dass wir für den Rückweg etwas knapp dran waren. Wir ließen uns brav von den Verkehrsschildern leiten und landeten auch am Flughafen Basel. Um 16:30 Uhr. Um 16:40 Uhr war Ende der Einstiegszeit… Nun waren wir aber mit unserem Mietwagen auf der französischen Seite gelandet. Ich bin also rein und fragte, ob wir dort den Wagen trotzdem abgeben könnten. Ging, für 25 Franken. Mein Kollege dachte aber, wegen 200 Metern muss man keine 25 Franken ausgeben und so haben wir versucht, um den Flughafen herum auf die schweizer Seite zu kommen. Blöde Idee. Ich war dann auch noch zu doof, Schilder zu lesen und so sind wir auf dem Frachtflughafen gelandet. Man kommt nämlich nicht einfach so rum, um den Flughafen. Da muss man erst auf die Autobahn, dann nach Basel und von dort aus wieder zum Flughafen. Wir sind aber schlussendlich wieder auf der französischen Seite gelandet und mit etwas Rennerei haben wir sogar noch den Flieger bekommen…

Donnerstag und Freitag war dann endlich die Konferenz, die wir schon seit Wochen vorbereiten und die Agentur hat nur einige kleine, noch behebbare Fehler produziert. So war zum Beispiel die Teilnehmerliste ohne Angabe der Organisation der die Leute angehören (genau das, was ja alle interessiert – Wo kommen die Leute denn her?), ein Name war falsch geschrieben und bei dem Auftraggeber fehlte der Doktortitel. Unter Murren haben sie das neu gemacht. Die Absprache zwischen Caterer und Agentur lief auch nicht wirklich rund. Unsere Wünsche wurden nur teilweise weitergegeben, aber der Caterer war fit und so konnten wir noch fast alles hinbiegen.  Die Referenten und der Auftraggeber waren zufrieden und im Großen und Ganzen waren wir erfolgreich. Dass die Agentur nun im Nachgang noch Ärger produziert war abzusehen, aber dadurch wird die Manöverkritik, die sie von uns wollen, nur umso lustiger. Für uns zumindest…

Samstag war ich shoppen. Blöde Idee an einem Samstag ins KaDeWe zu gehen. Da ist ja so gar nichts los. Halbe Stunde anstehen an den Kassen, Durchschlängeln, Kinderwagen und fotographierenden Touristen ausweichen, stundenlang auf Fahrstühle warten… Und dann auch noch alles in Weihnachtsdekoration. Wir haben es überlebt.

Sonntag war ruhig, wir waren mit Freunden beim Koreaner Essen. Montag musste ich dann mit zwei Kollegen nach Friedrichshafen fliegen. Mit einer Minipropellermaschine. Das Interview mit einem Professor der Privatuni Zeppelin University lief ganz gut. Beeindruckend war allerdings die Uni selbst. 550 Studenten, 20 Professoren, ungefähr 80 wissenschaftliche Mitarbeiter, 4000 Euro pro Semester als Studiengebühren, richtiges Essen in der Mensa, Lounge, Bar, jeden Tag Veranstaltungen, Blick auf den Bodensee, Empfangstresen, 24 Stunden am Tag offene Bibliothek und das 7 Tage die Woche! Einziger Nachteil: Friedrichshafen hat keinen Berliner S-Bahnanschluss. Und es liegt in Baden-Württemberg.

Gestern war ich arbeiten, ganz langweilig. Mache ich heute und morgen auch und Freitag fliege ich  für sechs Tage nach Budapest in Urlaub. Dann bin ich Mittwochnacht wieder hier, fahre aber Donnerstag früh schon nach Delmenhorst, Freitag bin ich dann in Osnabrück und Montag in Leipzig. Danach ist dann genug mit Dienstreisen für dieses Jahr. Ist ja immer spannend, aber auch echt anstrengend. Wie gut, dass man fürs Warten in Flughäfen auch bezahlt wird, sonst würde das wohl keiner machen. Und dann auch noch diese unsinnigen Sicherheitskontrollen! Das piepst doch immer! Und wie Sommerschwester schon schrieb, auch ohne Grund nach irgendeinem Zufallsmuster. Und diese Durchsagen „Bitte achten Sie auf alleinstehendes Gepäck!“ Was soll das? Gibt es irgendwo eine Koffersinglebörse? „Alleinstehend“? Noch besser ist allerdings „herrenlos“. Selten dämlich. So wie „Dieser Zug endet hier.“ Erst denken, dann sprechen. Und schreiben. Manche Schilder oder Werbebanner sind nun wirklich bescheuert. Egal, anderes Thema.

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3 Gedanken zu “Wo isses denn hin?

  1. Nee, keine Vermisstenanzeige. Carepakete. Kaffee. Guten Café Crème um genau zu sein. Was ist so schwer daran, Café Crème zu kochen????

  2. Jetzt ist das dontblog ja schon wieder verschwunden … muss namo0o eine Vermisstenanzeige aufgeben? 😎

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