Besuch haben und zu Besuch sein – Fortsetzung

Der Besuch ist lange weg und ich bin trotzdem noch nicht zum Schreiben gekommen. Den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir hauptsächlich essend verbracht, am zweiten unterstützt durch meinen Bruder und seine Familie. Da gab es dann auch noch einmal Bescherung und wenn wir nicht gerade aßen, schauten wir Weihnachtsfilme, wahlweise, passend zum Publikum, für Kinder oder Erwachsene. Wobei Weihnachtsfilme für Erwachsene durchaus etwas Infantiles haben. Gut dass mein Filmgedächtnis so schlecht ist, dass alle miesen Filme einfach durchrauschen, so kann ich sie mir auch nächstes Jahr wieder ansehen.

Samstag kamen dann noch mehr Verwandte zu Besuch und es wurde noch mehr gegessen. Unter anderem die inzwischen weltberühmte Rüeblitorte, dieses Mal vom Meister Papst persönlich zubereitet. Auch wenn es statt Marzipanmöhren als Deko nur zurechtgeschnitzte Möhren gab, die Torte war wie immer hervorragend.

Sonntag mussten Herr F. und ich schon wieder packen, mein Bruder nahm uns mit in die Schweiz, wo wir mal wieder aßen. Leider war unser Besuch bei der Rasselbande meines Bruders mal wieder viel zu kurz. Am nächsten Morgen ging es mit Zug, Tram und Bus weiter zu einer Freundin in der Nähe von Zürich. Dort wurden wir aufs Beste chinesisch bekocht und hatten einen wirklich tollen Tag. Auch hier mussten wir wieder viel zu früh los, damit wir es noch zurück ins Allgäu schafften. Sechsmal umsteigen in vier Stunden. Das schafft nur die Schweizer Bahn. Dort fahren aus irgendeinem Grund alle Züge pünktlich und so bekamen wir trotz Umsteigezeiten von nur 2 Minuten alle Anschlusszüge. Wir würden wahnsinnig gern wissen, wie die SBB das macht. Mit der Deutschen Bahn hatte ich noch nie so viel Glück. Der deutsche Zug in Lindau (Erste Station!) hatte übrigens Verspätung.

Am nächsten Morgen ging es dann mit der Deutschen Bahn weiter nach Nürnberg, wo wir uns wieder mit unserem Freund trafen, der uns dann zusammen mit seiner Freundin im Auto mit nach Berlin nahm. Leider gab es auf der A9 einen schweren Unfall und so standen wir mit vielen anderen zweieinhalb Stunden im Stau. Wir haben es tapfer ertragen und sind in Berlin noch einen Cocktail trinken gegangen und danach früh zu Bett um für Silvester fit zu sein.

Silvester wurde dann mal wieder gegessen, diesmal aber Selbstgekochtes, Salat, Lachsschnittchen für die Allesesser, Käsefondue und als Dessert Vanillequark mit gebratenen Mangos und selbstgebasteltem Mandelkrokant. Habe mir natürlich prompt die Finger am Karamell verbrannt. Wie immer bin ich auf den Trick sehr-sehr-heißer-Zucker-klebt-am-Finger-fest hereingefallen. Um elf habe ich unsere Gäste dann zum Feiern ans Brandenburger Tor geschickt und habe mich mit Halsschmerztabletten vor den Fernseher verkrümelt. Somit habe ich wenigstens das Feuerwerk gesehen. Wenn man nämlich den Ton bei der Übertragung durch RTL2 ausstellte war es erträglich. Das meiste habe ich zwar verschlafen, immer mal wieder geweckt durch liebe Neujahrs-SMS, aber trotzdem war das eine weise Entscheidung. So war ich nämlich am 1. Januar fit.

Und was fängt man mit so einem neuen Jahr an? Man geht essen, trifft sich mit Freunden und seit gestern muss man wieder zur Arbeit. In Berlin ist es knackig kalt und Schnee liegt auch. Und da dazu tagsüber noch die Sonne scheint, freue ich mich über schöne Wintertage und Zentralheizung.

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