Unglaublich aber wahr…

Das habe ich gerade beim Tagesspiegel online entdeckt und kann es eigentlich so gar nicht glauben:

Psychisch kranke Frau irrt monatelang durch Flughafen Tegel

Zwischen Dezember 2008 und Februar hat eine psychisch kranke Frau aus Finnland auf dem Flughafen Tegel gelebt. Dabei spricht sie kein Wort Deutsch und ist völlig mittellos.

10.3.2009 16:48

Berlin – Eine psychisch kranke Frau aus Finnland ist in Berlin „gestrandet“ und monatelang durch den Flughafen Tegel geirrt. Ihr Irrweg durch die Hauptstadt begann im Dezember 2008. Die Frau, die sich in Finnland in ambulanter psychischer Behandlung befand, verschwand spurlos aus ihrem Heimatland. Sie flog nach Berlin und lebte von Anfang Dezember 2008 bis Mitte Februar dieses Jahres auf dem Flughafen Tegel. Ihr Koffer mit allen Habseligkeiten wurde vermutlich gestohlen.

Im Februar informierte eine Flughafenangestellte den Pfarrer der Finnischen Gemeinde in Berlin, Kai Henttonen, über den bizarren Fall. „Ich und meine Frau haben drei-, viermal versucht, mit der Frau zu sprechen und sie zur Heimreise zu überreden“, berichtete Henttonen. Die Mühe war vergeblich. Letztlich wurde die Finnin nach einem Beschluss des Amtsgerichts Wedding Mitte Februar in eine Berliner Psychiatrie eingewiesen und wird seither auch anwaltlich vertreten.

Ihre psychische Situation sei so akut, dass am vergangenen Freitag Ärzte aus ihrem Heimatland mit einem Attest zur Zwangseinweisung in eine Psychiatrie in Finnland nach Deutschland kamen, berichtete am Dienstag der Pfarrer der finnischen Gemeinde in Berlin, Kai Henttonen. Doch die Berliner Behörden verweigerten den Angaben zufolge das Gesuch. Finnlands Behörden und Medien werfen laut FNB nun Berlins Behörden Unmenschlichkeit gegenüber der geistig verwirrten Frau vor.“

4 Gedanken zu “Unglaublich aber wahr…

  1. Wer die Gefühle ausgeschaltet hat und Dienst nach Vorschrift tut, kann nicht mehr vernünftig denken.
    vgl. auch Eichmann in Jerusalem (Hannah Arendt) Die Banalität des Bösen.
    Wenn es die gibt, dann gibt es auch die Banalität des Guten und dafür setze ich mich ein.

  2. Leider kann ich nicht Finnisch lesen, aber laut der führenden schwedischsprachigen Zeitung HBL (Hufvudstadsbladet) haben die Behörden in Finland noch nicht agiert. Eine Abteilungssekretärin im Aussenministerium hat sich sogar abweisend ausgesprochen.

  3. Dafür gibt es kein Handbuch, keine Vorschrift, kein Gesetz. Daher auch völlig Hilf- und Ratlosigkeit.
    (Denken ist Glücksache…)

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s