Inselbewohner sind anders Teil 1

Jersey ist wunderschön, da gibt es wahrlich nichts zu meckern. Gerade zu dieser Jahreszeit blüht dort alles mögliche, Osterglocken und Narzissen wachsen dort wie anderswo Unkraut. Stechginster an den Küsten verwandelt alles in leuchtendes Gelb und riechen tut der. Unglaublich. Wenn er nicht so stachelig wär, ich hätte mich reingelegt.

Die Küstenpfade sind super gepflegt, da kann man stundenlang entlangmarschieren. Gut, irgendwann kommt man wieder dort an, wo man losgelaufen ist, so groß ist die Insel ja nicht. Wir hatten auch noch Glück mit dem Wetter und es hat uns nur einen Tag verregnet. An den anderen Tagen habe ich Sommersprossen gezüchtet.

Nach Jersey zu kommen ist vor der Saison im April etwas umständlich, einmal umsteigen in London ist bei Hin- und Rückflug inklusive. Und wenn man wie ich vorher noch einen Abstecher nach Zürich macht, ist man gut unterwegs. Ein Zwischenstopp bei Sprüngli entschädigt aber mehr als genug. Hin mussten wir nur in London Gatwick umsteigen. Lustig dabei ist, dass man dort erst einmal aus dem Flughafen rausgeschleust wird, inklusiver aller Sicherheits-, Pass- und Irisscannkonrtollen und wer weiß, was die sonst noch untersucht haben. Dann wird man wieder reingeschleust, mehr oder weniger die gleiche Prozedur, nur dass sie dieses Mal schon ein sehr unnettes Foto von einem auf den Bildschirm gespielt bekommen, sobald sie das Ticket unter den Scanner halten. Engländer haben Humor, sagt man. Ich glaube aber, die sind einfach nur paranoid. Anders kann man sich den Sicherheitsquatsch echt nicht erklären. Oder warum haben die sich jahrelang  von der IRA bombardieren lassen, ohne groß aufzurüsten, und jetzt, wo da ein paar durchgeknallte Islamisten über die Welt hüpfen, machen sie einen Aufstand, als ob jedes Kleinkind schon verkabelt zur Welt käme? Egal, wir haben alle Sicherheitskontrollen anstandslos und ohne Alarm auszulösen überstanden. Oma ist sogar mit Messer im Handgepäck durchgekommen und die Schuhe musste sie auch nicht ausziehen. Soviel zum Thema Sicherheit. Aber 80jährige sind im Gegensatz zu den Kleinstkindern, die sich für die Kontrolle fast nackig machen mussten, auch nicht gefährlich…

Einmal in Jersey angekommen, ist der Empfang schon sehr viel freundlicher als in England selbst. Maschinengewehre laufen dort auch nicht rum. Sehr angenehm.

3 Gedanken zu “Inselbewohner sind anders Teil 1

  1. @Himmelhoch drei: *grins* Ich sag ja, so richtig durchdacht ist der ganze Securityzirkus nicht.

    @Rote Gräfin: Gute Frage. Leider sind die etwas humorlos und werden ungern darauf angesprochen…

  2. Ja ehrlich, haben die Leute se denn noch alle auf der Latte? Kinder halb nackig ausziehen? Manno Mann da könnte ich doch schon wieder Palme rauf und runter gehen. Wer stoppt eigentlich diesen Blödsinn? 🙄

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