Kreativpause

Seltsam, man sollte doch annehmen, dass wenn man tierisch viel zu tun hat, dass man auch tierisch viel zu erzählen hat. Irgendwie ja schon, aber trotzdem kam ich in letzter Zeit überhaupt nicht zum Schreiben. Äh, warum heißt das eigentlich „tierisch viel zu tun“? Egal.

Was ich die letzten Wochen so getrieben habe? Ich habe mir ein neues Hobby zugelegt. Nachdem ich mich letztes Jahr ja mit Neurologenärgern beschäftigt habe, bin ich jetzt zu Zahnärztenerven übergegangen. Irgendwann musste es sich ja rächen, dass ich jahrelang einen weiten Bogen um diesen Berufsstand gemacht habe. Außer ein paar winzigen Füllungen bin ich da recht jungfräulich und naiv an das Thema rangegangen. Dafür habe ich mir jetzt gleich was Richtiges ausgesucht. Wurzelspitzenresektion. Da wird das Zahnfleisch weggeschnippelt, dann durch den Knochen in den Zahn gebohrt, um dann die Wurzelspitze aus dem Kiefer zu angeln. Dauert über eine Stunde und trotz zweier recht starker Beruhigungstabletten fand ich das alles andere als unterhaltsam. Immerhin bin ich dieses Mal nicht vom Stuhl gejuckt.

Nächsten Donnerstag werden die Fäden gezogen. Der hat derart viel genäht, damit hätte er locker einen Quillt zusammenflicken können…

Wenn ich nicht gerade versuche meine Angst vor Zahnärzten zu ignorieren lerne ich Chinesisch und Ungarisch. Beides mit mäßigem Erfolg. Ich wüsste ja zu gern, warum sich Völker derart komplizierte Sprachen zulegen, wo es doch viel einfacher ist, sich mit Händen und Füßen zu verständigen. Da hat man auch nicht das Problem mit der Aussprache. Wenn man im Chinesischen die Zahl 4 falsch ausspricht, dann spricht man ganz schnell vom Sterben. Und das scheint ein Thema zu sein, dass in China nicht zum allgemeinen Small Talk gehört.  Auch wenn das so kompliziert ist (nicht das Sterben oder Smalltalken, das Sprachenlernen), Spaß macht es trotzdem. Und vielleicht bringt es ja doch noch was. Zumindest habe ich die Hoffnung, nächstes Jahr in China nicht gleich jeden zu beleidigen, weil ich die Tonhöhen nicht sauber hinbekomme.

Jetzt werde ich mich mal dem dontblogschen Sommerprogramm widmen. Zuerst muss ich aber mal was arbeiten. Irgendwie hat das mit dem Ignorieren nicht funktioniert, der Papierberg wurde nicht kleiner…

 

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