Entrümpeln

Ich habe mich seit Monaten gefühlt durch die halbe Blogwelt gelesen und alles verschlungen, was es zum Thema Entrümpeln und Minimalismus zu finden gibt. Vieles habe ich schon vorher so gemacht, anderes habe ich dann ausprobiert.

Anfang des Jahres hatte ich versucht, jeden Tag eine Sache zu entsorgen. Das war aber irgendwie schwer. Einerseits habe ich oft gleich viel mehr als eine Sache gefunden, die ich loswerden wollte und stand dann vor dem Problem, gleich weg damit (gefühlt gegen die Regel) oder aufheben für die nächsten Tage (schummeln?). Ich habe mich für gleich weg damit entschieden, da mir das viel besser vorkam. An manchen Tagen hatte ich zu wenig Zeit um was zu entrümpeln und hatte dann ein schlechtes Gewissen. Fazit: Mich hat das zu sehr unter Druck gesetzt und mich eigentlich nur genervt. Inzwischen entrümple ich, wenn ich Zeit und Lust dazu habe.

Die Idee, Dinge in eine Kiste zu packen und nach einer gewissen Zeit zu entsorgen, wenn man das Ding nicht gebraucht hat, hat mir auch nicht geholfen, weil das die Entscheidung nur aufschiebt und ich eigentlich außer den Wintersachen und den Weihnachtsbackförmchen nichts habe, was ich nur zu einer bestimmten Zeit des Jahres brauche. Also kann alles weg, was ich nicht regelmäßig benutze. Warum sollte ich es dann noch irgendwo lagern? Und mal ehrlich, falls ich doch etwas vermissen sollte, besorge ich es mir halt wieder. Kam aber noch nicht vor…

Die Methode Zimmer nach Zimmer vorzugehen ist gar nicht mal schlecht, weil man dann gleich ein schickes entrümpeltes Zimmer hat. Allerdings hatte das bei mir den Effekt, dass ich die Sachen, die ich noch brauche, wenn auch nicht in diesem Zimmer, in ein anderes Zimmer verfrachtet habe. Und wenn es dort noch keinen festen Platz hatte, rümpelte es halt dort rum. Nur so halb befriedigend.

Bislang gefällt mir Marie Kondos Methode noch am besten. Man packt alles von einer Kategorie auf einen Haufen (ist richtig erstaunt, wie viel das eigentlich ist), sortiert dann entsprechend aus (verschenken, spenden, wegwerfen) und was man behalten möchte bekommt einen festen Platz zugewiesen. Ob mir die Dinge wirklich Freude bereiten, oder ob ich sie nur einfach brauche? Da bin ich jetzt flexibel (weil total unsensibel) und bedanken werde ich mich auch nicht wirklich bei den Dingen (Kam mir total doof vor), aber das Prinzip ist gut. Daher freue ich mich schon auf die zweite Runde mit den Büchern, CDs und DVDs.

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