Mein Morgen-Ich

Ich kann den Beginn meines Glücksprojektes kaum abwarten. Für jeden der zwölf Monate auf dem Weg zu einem glücklicheren Ich habe ich mir die unterschiedlichsten Dinge ausgedacht. Da sind gute Vorsätze die ich umsetzen will, Projekte die ich starten werde, Neues das ich ausprobieren möchte.

Aber da ist etwas, an das ich so gar nicht denken mag: Dass alles nur dann klappen kann, wenn mein Morgen-Ich da auch mitmacht. Und jetzt wird es schwierig. Mein Heute-Ich ist immer recht großzügig mit Plänen, die das Morgen-Ich dann umsetzen soll. Es traut dem Morgen-ich auch deutlich mehr zu, als sich selbst. Leider vergisst es dabei aber häufig, dass das Morgen-Ich mit demselben riesigen Schweinehund zu kämpfen hat, wie das Heute-Ich. Und wenn der nicht jeden Tag im Zaum gehalten wird, dann ist der morgen sogar noch viel ungehaltener. Also muss das Heute-Ich heute schon daran arbeiten, den Schweinehund auszutricksen, ruhig zu stellen oder zu überzeugen, nicht zu stören. Nicht ganz einfach, denn immerhin durfte der Schweinehund schon jahrelang faulenzen. Da mag er nicht einfach mal so plötzlich total diszipliniert Marathon laufen oder so was.

Also versucht das Heute-Ich den Schweinehund mit Belohnungen zu überreden, bei allem mitzumachen. Es erzähle ihm von dem tollen Gefühl, dass er haben wird, wenn er etwas schafft. Es lockt ihn mit großartigen Erlebnissen und dem Stolz, den er empfinden wird. Viel mehr hat es leider nicht zu bieten, denn für materielle Anreize ist er nicht zu haben.

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