Die Kaufdiät und neun andere gute Vorsätze für 2017

Guter Vorsatz #1 Kauf nichts mehr

Konsum in all seinen Ausprägungen geht mir irrsinnig auf den Zeiger. Wenn ich Menschen sehe, die tütenweise Zeug nach Hause schleppen, bekomme ich schlechte Laune. Und wenn ich dann auch noch das ganze Plastik entdecke, wird mit übel. Aber: Ich bin leider keinen Deut besser. Shopping in Malls und dergleichen meide ich zwar wie die Pest, aber dafür leere ich fleißig die Online-Shops. Wirklich super für die Ökobilanz. Daher nehme ich mir hiermit vor, vom 1. Januar bis zum 31. März 2017 nicht mehr zu kaufen außer Lebensmittel (siehe Vorsatz #2), Hygieneartikel (siehe Vorsatz #3) und Geschenke (siehe Vorsatz #4).

Guter Vorsatz #2 Brauch es auf

Meine Küchenschränke verbergen ziemlich üppige Vorräte an sehr spannenden Lebensmitteln. Da ich aber aus Faulheit immer weniger koche und stattdessen meine zwei bis drei Standardgerichte fabriziere, bleiben all diese guten Sachen ungenutzt. Daher nehme ich mir hiermit vor, jeden Sonntag einen Wochenkochplan zu erstellen, bei dem jeder Tag ein Rezept mit einer Zutat aus den Vorratsschränken beinhaltet. Sobald die Vorräte aufgebraucht sind, werde ich mir einen Standardvorrat aufbauen, der auch aus sehr vielen selbstgemachten Sachen bestehen soll.

Guter Vorsatz #3 Do it yourself

Nachdem ich schon ein paar Kosmetika selbst fabriziert habe und auch mein Waschmittel fleißig selbst zusammenbraue, werde ich das noch weiter ausbauen. Erstens macht es mir Spaß, zweitens sind das auch immer schöne Geschenke und drittens ist es viel umweltfreundlicher. Daher nehme ich mit hiermit vor, alles, was sich relativ einfach selbst herstellen lässt, auch selbst herzustellen, und die Kosmetika und Reinigungsmittel, die sich momentan noch in meinem Haushalt finden, aufzubrauchen und durch Selbstgemachtes zu ersetzen.

Guter Vorsatz #4 Verschenke Zeit

Ich freue mich zwar immer über liebevoll ausgesuchte Geschenke, aber wenn ich ehrlich bin, brauche ich eigentlich nichts und noch mehr freue ich mich über die Zeit und Aufmerksamkeit, die mir Leute widmen. Und irgendwie hoffe ich, dass es anderen auch so geht. Daher nehme ich mir hiermit vor, im nächsten Jahr nur noch Zeit/Erlebnisse oder selbstgemachte Kosmetika oder Leckereien zu verschenken. So spare ich Verpackungsmüll, konsumiere weniger und sammle zusammen mit Menschen, die mir wichtig sind, schöne Erlebnisse.

Guter Vorsatz #5 Vermeide Müll

Ich habe schon etliches in meinem Haushalt auf nachhaltige Produkte umgestellt, aber noch immer füllen sich unsere Mülleimer schneller, als mir lieb ist. Vorallem der Plastikeimer nervt mich dabei sehr. Ich nehme mir daher hiermit vor, im Januar keine plastikverpackten Lebensmittel zu kaufen. Das wird sicher lustig, da ich so meinen heißgeliebten Tofu selbst herstellen muss (einfach, aber ein klein wenig aufwändig). Außerdem werde ich wohl oder übel nach Neukölln in den Unverpackt Laden fahren müssen, um an ein paar meiner Grundnahrungsmittel wie Nüsse heranzukommen. Aber das wollte ich ohnehin schon ganz lange mal.

Guter Vorsatz #6 Achte auf Dich

Wie in den letzten Wochen klar wurde, habe ich viel zu viel Arbeit und vernachlässige dadurch Dinge, die ich gern tue. Zum Beispiel Sport oder Kochen. Das tut mir leider gar nicht gut. Daher nehme ich mir hiermit vor, ab Januar dreimal die Woche morgens ins Fitnessstudio zu laufen, dort zu trainieren und auch zu duschen (Ich dusche nicht gern woanders…) und anschließend fit und wach ins Büro zu spazieren und mindestens dreimal pro Woche zuhause zu kochen (siehe auch Vorsatz #2). Um das zu erreichen muss ich auch weniger arbeiten. Also werde ich den Versuch, meine Arbeitsgewohnheiten im Rahmen meines Glücksprojektes zum Besseren zu verändern, weiter fortführen.

Guter Vorsatz #7 Bilde Dich weiter

Ich verdaddle definitiv zu viel Zeit mit meinem iPad. Das ist mir erstens peinlich (da Spiele und Serien) und zweitens ärgere ich mich immer über mich selbst, weil ich viel lieber viele kluge Bücher lesen möchte, oder endlich mal wieder eine meiner begonnen Sprachen weiterlernen möchte. Daher nehme ich mir hiermit vor, 2017 jeden Tag mindestens 30 Minuten ein Buch zu lesen und mindestens 30 Minuten einer Sprache zu widmen. Außerdem werde ich den Projektmanagementkurs machen. Basta. Auch wenn ich Bammel vor den Tests habe und mir total doof vorkomme, aber ich mache das. Jawohl. Und ich fange damit schon vor April an, aber werde dann natürlich noch intensiver daran arbeiten.

Guter Vorsatz #8 Werde gelassen und entspannt

Ich rege mich viel zu viel über Sachen (und leider auch Personen) auf (Siehe als Beispiel Vorsatz #1) und ertappe mich auch oft dabei, wie ich wenig Schmeichelhaftes über andere Menschen denke und richtig schlecht: leider manchmal auch laut ausspreche. Ich mag das bei anderen nicht und schon gar nicht bei mir. Es ist einfach schlechter Stil. Daher nehme ich mir hiermit vor, 2017 (besser noch ab sofort) nicht mehr schlecht über andere zu denken und auf keinen Fall mehr schlecht über andere zu sprechen. Dazu gehört selbstverständlich, mich auch nicht mehr aufzuregen und gelassener zu werden. Denn je weniger ich mich emotional engagiere, desto weniger passiert es mir, dass ich schlecht denke und rede. Vielleicht versuche ich das Meditieren noch mal.

Guter Vorsatz #9 Probier was Neues

Ich bin in vielen Dingen festgefahren und bequem geworden. Also etwas, was ich eigentlich verachte. Geht also gar nicht. Daher nehme ich mir hiermit vor, viel mehr Neues auszuprobieren, und auch das schon vor meinem Glücksmonat August. So lange kann das nicht mehr warten.

Guter Vorsatz #10 Lebe das Glücksprojekt

Ich fühle mich immer richtig gut, wenn ich einen meiner Vorsätze umgesetzt habe. Und ich will mich immer gut fühlen. Daher nehme ich mir hiermit vor, mein Glücksprojekt wieder richtig ernst zu nehmen und jeden Tag kleine Fortschritte zu machen. Mich mehr um meine Gesundheit und meine Beziehung kümmern, meine Arbeit in den Griff bekommen, mich meinen Freunden widmen, endlich eine Altervorsorge beschaffen und ein Testament und eine Patientenverfügung aufsetzen, mich kulturell weiterzubilden, eleganter zu werden (also weniger fluchen und netter sein) und Neues in Angriff nehmen, mich besser mit meiner Familie verstehen und gelassener und achtsamer zu werden.

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