Müde Überlegungen

Darf ich mich eigentlich beklagen? Diese Frage kommt mir in letzter Zeit immer häufiger, vor allem, wenn ich mich morgens müde aus dem Bett quäle und daran denke, wie viel Arbeit wieder auf mich wartet. Aber so geht es vielen anderen auch. Und ich fürchte, den meisten geht es noch schlimmer. Sie haben zwei Jobs, um über die Runden zu kommen. Oder schuften bis zum Umfallen als Selbstständige für ihren Lebensunterhalt. Wieder andere finden trotz aller Bemühungen überhaupt keine Stelle und wissen nicht, wie sie sich und ihre Familie satt bekommen sollen. Und leider viel zu viele müssen flüchten und alles zurücklassen, was ihnen wichtig und lieb war. 

Da kann ich mich doch nicht beschweren über meine komfortable 38,5-Stunden-Woche und bezahlten Überstunden. Ja, davon mache ich in letzter Zeit wieder viel zu viele, aber ich arbeite relativ selbstbestimmt in einem gut ausgestatteten Büro und die Bezahlung ist gut. Sehr gut. Also kein Grund zur Klage. Ich muss nicht hart körperlich schuften, ich muss nicht bei Wind und Wetter raus, ich muss keinen Müll anderer entsorgen. Also, warum jammere ich dann? Ja, der Druck ist hoch, die Arbeitsbelastung nimmt ständig zu, aber so vielen anderen geht es so viel schlimmer. Also Schluss mit dem Jammern und die Energie lieber in die Arbeit stecken.

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