Aufräumen nach KonMari – die Umsetzung Teil 5

Oder auch nicht, denn eigentlich stockt das Projekt. Die einzelnen Aufgaben brauchen doch recht viel Zeit und da ich gerade wirklich wenig davon habe, schiebe ich das vor mir her. Zwar entsorge ich hin und wieder mal ein paar Dinge, die mir in die Finger fallen, aber systematisch ist das nicht.

Ich dachte zum Beispiel, dass ich mit der Kleidung durch sei, aber so gut ich das Capsule Wardrobe Prinzip finde und auch fleißig anwende, noch bin ich nicht ganz glücklich. Das liegt auch daran, dass ich mir gerade sehr schwer tue, meinen perfekten Stil zu finden. Ich fühle mich unsicher, was die Auswahl an Farben anbelangt, oder welche Schnitte mir wirklich stehen. Ich habe viel recherchiert, komme aber einfach nicht dahinter, welcher Farbtyp ich bin. Je nach Internettests kommt da mal Frühling, Sommer oder Herbst raus. Immerhin bei einem sind sich alle Tests einig: ich bin kein Wintertyp. Ich könnte mich mit mir auf den Cool Summer Typ einigen, weil ich die Farben, die diesem stehen, ziemlich mag. Hilft aber gerade nicht viel weiter. Auch beim Schnitt bin ich ratlos. Vermutlich tendiere ich zum H-Typ, aber habe ich dafür nicht zu viel Oberschenkel? Also doch eher Birne? Allein komme ich da nicht weiter, daher habe ich beschlossen, im April Geld auszugeben und eine Stilberaterin zu engagieren. Dann darf sie sich mit dem Problem rumschlagen, herauszufinden, was mir steht und das dann auch noch in fair und vegan zu organisieren. Und dabei kann der Kleiderschrank auch gleich noch mal auf Sparking Joy untersucht werden. Wobei, Socken und Unterwäsche werde ich mal lieber allein erledigen.

Bücher: Mit den Büchern bin ich glücklich. Da ich inzwischen wieder mehr lese, wenn auch noch immer nicht so viel, wie ich mir wünsche, sind das alles Bücher, die mir Freude bereiten, weil sie da sind und auf mich warten. Die einzigen, die mich etwas vorwurfsvoll ansehen, sind die Sprachkursbücher, aber die sind Teil des Glücksmonats Bildung und damit im April nützlich. 

Zeitschriften: Es kam eine Ausgabe der Le Monde Diplomatique hinzu, die ich noch lesen möchte. Etwas, was auch immer durchrutscht, im Alltag…

Schriftstücke, Unterlagen: Die nächste Lohnsteuererklärung liegt an und die Ordner sollte ich nach nicht mehr notwendigen Unterlagen und alten Rechnungen durchsehen. Außerdem habe ich immer noch vor, alles zu scannen. Das ist mal ein Samstagprojekt, wenn ich ohnehin ins Büro muss. Den Scanner hat der Liebste nämlich zu seiner Mutter gebracht. Immerhin ist seit der letzten Aktion alles ordentlich und so gut sortiert, so dass sogar der Liebste alles schnell findet.

Bedienungsanleitungen: Das sehe ich mir noch mal an, wer weiß, was sich da wieder eingeschlichen hat. Und über den Aufbewahrungsort werde ich auch noch mal nachdenken. In der Kammer erscheint es mir inzwischen seltsam. 


CDs und DVDs
: Die liebsten CDs behalten, und den Rest verschenken. Dank Spotify und co. ist das Digitalisieren nicht mehr nötig. Und wenn ich ehrlich bin, dann höre ich super wenig Musik und dann auch nur die 10 bis 15 Songs, die mir gerade gefallen. Ich gebe aber zu, dass ich mich hier ein wenig drücke, obwohl es doch eine sehr übersichtliche Aufgabe ist.

Körperpflegemittel und Make-up: Leider sind da immer noch etliche Sachen, die ich aufbrauchen will. Aber es ist sicher nicht verkehrt, noch mal engagiert an die Sache heranzugehen. 

Accessoires: Obwohl ich hier nur wenige Dinge besitze, habe ich den Eindruck, das könnte ich noch besser machen. Sollte schnell gehen. Vielleicht ist hierbei auch die Stilberaterin nützlich. 
Wertsachen: Irgendwo ist noch eine goldene Uhr, und dann ist da noch einiges an ausländischem Geld, das ist aber sortiert und gut verpackt. Das Schlüsselthema werde ich auch noch mal angehen.  

Geräte: Das könnte lustig werden, da da noch so einiges an Elektronik herumgeistert. Ein alter Walkman, ein tragbarer CD-Player und Kabel, ein altes Radio… Definitiv noch eine Aufgabe. 

Haushaltsartikel wie Schreib- und Nähzeug: seit ich da schon mal ausgemistet und sortiert habe, schlummert das so vor sich hin. Vermutlich kann aber noch mehr weg.

Apotheke und Drogerie: Nach diversen Erkältungsrunden ist die Medikamentenkiste wieder voll mit komischen Sachen. Ein kritischer Blick kann nicht schaden. Und was den Drogeriekram aka Putzmittel angeht: hier werde ich regelmäßig vom Liebsten und der Putzfee ausgehebelt. Definitiv eine Arbeit, du ich mal angehen muss, wenn der Liebste nicht da ist. 

Küchenutensilien und Nahrungsmittel: Hier hat sich schon ein wenig getan. Aber leider noch nicht beim Geschirr und den Gläsern. Auch die ein oder andere Pfanne kann weg. Und die restlichen Küchenutensilien, ich sage nur Plastikzeugs und anderen Krempel… Ich würde gern die hässlichen Plastikbretter durch schöne aus Holz austauschen. Und bei den Vorräten habe ich noch einiges aufzubrauchen.

Diverses: Da fallen mir viele Sachen in diversen Schränken ein und all das Zeug aus den Kammern, die mit den obigen Kategorien noch nicht bearbeitet wurden: 

  • Stoffsachen: Handtücher, Bettwäsche, Bettzeug, Geschirrtücher, Servietten, Decken, Kissen (ist übersichtlich)
  • Blumenzubehör: Pflanzen, Töpfe, Schaufel, Erde, Gieskannen
  • Fahrradzubehör 
  • Werkzeug (das wird nicht viel Spaß machen…)
  • Geschenkverpackungsgedöns
  • Putzutensilien inkl. Schuhputzzeug

Digitales: Hmpf, das klingt nicht nach Freude… Aber sich davor drücken gilt nicht.

  • Fotos: Digital und analog. Vermutlich eine Aufgabe für ein komplettes Wochenende. Zwei Albumprojekte sind ja auch noch zu machen. 
  • Apps, eBooks, Musik- und Filmdateien, sonstige Dateien: Ja, sollte ich mal durchgehen.
  • Accounts: Wahnsinn, was sich da alles ansammelt! Da habe ich gut zu tun, wenn ich da Ordnung schaffen will.
  • E-Mails: Ich war in letzter Zeit etwas nachlässig.

Erinnerungen und Fotos: Nicht zu unrecht die letzte Kategorie bei Marie Kondo. Aber bei mir gibt es noch eine:

Den Keller: ja, eigentlich soll man nach KonMari erst einmal alles einer Kategorie zusammentragen  und dann aussortieren. Aber bei mir sind außer den Rädern nur Sachen im Keller, die ich loswerden will. Und sehr viel vom Liebsten. Das werde ich mal alles Kiste für Kiste durchsehen, sortieren und vernünftig einräumen, bzw. alles was kaputt ist mal fachgerecht entsorgen. Und dann zwinge ich den Liebsten auch mal einiges wegzubringen. Leider hält er davon nicht so viel: war teuer, mochte ich mal, hat mir x geschenkt, könnte man noch mal gebrauchen…

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