Magic Cleaning – Umsetzungsplan – Update April 2017

Schon sehr lange strebe ich einen Ordnungszustand in unserer Wohnung an, den ich als minimalistisch, klar und trotzdem gemütlich bezeichnen würde. Daher möchte ich Überflüssiges loswerden und mich nur mit Dingen umgeben, die ich wirklich mag. Da mein Mann und ich einen sehr ähnlichen Einrichtungsstil haben, sind wir schon nahe dran, an unserem Ziel. Aber hier und da sind noch etliche Dinge, die wir gern noch ändern, austauschen oder verbessern möchten. Auch habe ich noch viele Dinge, die irgendwie zu viel sind, nicht passen oder gar stören. Daher habe ich so ziemlich alles im Netz gelesen, was sich mit Entrümpeln, Aufräumen, Organisieren und Minimalismus beschäftigt. Ich habe viele Tipps ausprobiert, aber das meiste hat mich nicht überzeugt. Zum Beispiel jeden Tag eine Sache loszuwerden. Klar, an manchen Tagen klappte das gut, sogar besser als geplant, aber irgendwie war mir das zu unsystematisch und Erfolge sind so nicht wirklich zu erzielen. Auch zimmerweise zu entrümpeln habe ich ausprobiert. Aber da landete vieles einfach in anderen Zimmern. Richtig los wurde ich da vieles einfach auch nicht. Irgendwann stieß ich dann auf die Bücher von Marie Kondo und da mache es klick. Ja, ich werde sicher nicht jeden Abend meine Handtasche ausräumen oder mich bei Dingen für geleistete Arbeit bedanken. Aber die Idee, nach Kategorien vorzugehen und erst einmal einen Überblick zu bekommen, was man alles so besitzt: Die ist gut! Auch, alles in einem Rutsch zu erledigen und allen Dingen einen festen Platz zuzuweisen. Und wirklich überzeugt hat mich die Idee, nicht danach vorzugehen, was man loswerden möchte, sondern was man behalten möchte. Daher habe ich mit der Methode KonMari begonnen, wenn auch an der ein oder anderen Stelle etwas adaptiert, damit es besser zu mir passt. Ich versuche dabei möglichst, die vorgegebene Reihenfolge einzuhalten, es ist mir aber nicht immer gelungen. Auch ist das Projekt etwas ins Stocken gekommen, da ich kaum noch ein Wochenende Zeit habe, und man für die einzelnen Aufgaben viel Zeit braucht. Insofern habe ich noch etliches zu tun:

Kleidung: Hier habe ich bereits öfter kräftig aussortiert (siehe Januar 2016) und die Sachen, die ich jetzt noch habe, mag ich ziemlich gern und trage sie ja dank des Capsule Wardrobe-Konzept auch. Das Projekt lief im Frühling super, im Sommer etwas sehr ruckelig, die Herbst Capsule lief wieder besser, ich musste nur wegen des deutlich kälteren Wetters eine Jacke gegen einen Mantel austauschen und einen Pullover, der mehr Löcher als nötig hatte durch einen mit der passenden Anzahl an Löchern ersetzen. Die Winter Capsule lief auch ganz gut, aber mit der jetzigen zum Frühling habe ich so meine Probleme. Es müssen einfach viele Sachen ersetzt oder ausgetauscht werden. Aber da bin ich dran. Aber: Obwohl sich die Anzahl meiner Kleidungsstücke seit Beginn des Jahres um mehr als 250 Schuhe, Taschen, Gürtel, T-Shirts, Hosen, Jacken, etc. reduziert hat, besteht immer noch Optimierungsbedarf, zumal eben etliches inzwischen nicht mehr so gut in Schuss ist und ich mir ein paar neue Sachen zugelegt habe. Und mein Geschmack hat sich auch etwas geändert… Hier geht es also noch mal von vorne los.

ERLEDIGT – Bücher: Die Bücher habe ich in einem Rutsch erledigt, mit ein ganz klein wenig Schummeln, da ich meine eBooks noch nicht entrümpelt habe. Irgendwie tu ich mir da mit dem Anfassen und fühlen schwer *grins* Bislang bin ich damit glücklich, auch wenn es deutlich mehr als die 30 Lieblingsbücher wie bei Marie Kondo sind. Sortiert sind meine/unsere Bücher nach folgenden Kategorien:

  • Sachbücher – politische Literatur, Geschichte, Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Reiseführer, Sprachlernmaterial, Kochbücher
  • Literatur – Weltliteratur wie Böll, Zola und andere, Unterhaltungsliteratur, Science Fiction und Fantasy, Krimis, Kinderbücher an denen ich sehr hänge.

ERLEDIGT – Zeitschriften: Jetzt habe ich nur noch eine und die will ich unbedingt behalten, da ist ein Artikel über meine Eltern und ihr Restaurant drin.

Schriftstücke, Unterlagen: Nachdem ich bei The Organized Cardigan etwas zu Aufbewahrungsfristen gesehen habe, ist mir klar geworden, dass ich mit dem Sortieren und Ausmisten schon fast fertig bin. Trotzdem muss ich hier noch mal richtig ran. Ich möchte die Unterlagen scannen und elektronisch speichern und dann noch alles, was nicht im Original vorhanden sein muss,  schreddern. Sortiert sind die Unterlagen nach

  • Steuersachen
  • Wohnung – Mietvertrag, Nebenkostenabrechnung, Rechnungen von zusammen angeschafften Möbeln, Hausratsversicherung, Rechnungen der Putzhilfe
  • Arbeit – Arbeitsvertrag und Zusätze, Abrechnungen, Unterlagen fürs Firmenhandy, Zeugnisse
  • Sonstiges – Rechnungen und Verträge
  • Bankunterlagen und Versicherungenpapiere

ERLEDIGT – Bedienungsanleitungen: Es sind noch genau drei vier, ich habe einen Mixer gekauft, und bis ich den beherrsche, bleibt die Anleitung da. Ich werde aber noch mal durchsehen, ob nicht doch noch was weg kann. Den Mixer beherrsche ich ja inzwischen.

CDs und DVDs: Die liebsten CDs behalten, und den Rest verschenken. Dank Spotify und co. ist das Digitalisieren nicht mehr nötig. Und wenn ich ehrlich bin, dann höre ich super wenig Musik und dann auch nur die 10 bis 15 Songs, die mir gerade gefallen.

Körperpflegemittel und Make-up: Hier will ich noch weiter reduzieren, daher sind da noch ein paar Sachen, die ich noch aufbrauchen will, und die ich dann gern selbst machen möchte.

Accessoires: Schals, Handschuhe, Taschen gehören bei mir zur Kategorie Kleidung. beim Schmuck muss ich allerdings sehen, was ich noch habe, da bin ich einiges losgeworden. Zumal ich ja keinen trage. Sollte schnell gehen. Da wären noch Schirme, Hut und Krawatten. Mal sehen, was ich sonst noch finde, das in diese Kategorie gehört.

Wertsachen: Hier bin ich schon mal durch, aber vielleicht sollte ich noch mal? Zu dieser Kategorie zähle ich eine goldene Uhr und zwei Goldketten, die ich nie trage (daher für mich kein Schmuck). Die Ketten habe ich glaube ich verschenkt. Die Uhr hat Erinnerungswert, da von meinem Großvater. Eine kleine Kiste mit ausländischem Geld habe ich auch noch entrümpelt, eine Handvoll Münzen kam weg, der Rest wartet auf den nächsten Einsatz im Urlaub und ist viel leichter zu finden, da sortiert und nun hübsch in einer Dose verpackt. Dann sind da noch ein paar Schlüssel, von denen manche nicht zuzuordnen sind.

Geräte: Die Gerätekiste, die ich im Regal im Arbeitszimmer gefunden habe und die große Kabelkiste in der Kammer gehören dazu. Und dann noch alles, was so in der Wohnung verteilt ist. Mir fällt da schon ein Radio ein, das nur noch rumsteht.

Haushaltsartikel wie Schreib- und Nähzeug: Wird nicht mehr so lange dauern, da es nur zwei Schubladen und ein kleines Kästchen ist, aber da kann noch etliches weg.

Apotheke und Drogerie: Eine Kiste Medikamente im Bad. Drogerie (Putzzeug) sollte auch schnell gehen. Hier will ich auch viel selbst herstellen. Dazu müssen aber noch ein paar Sachen aufgebraucht werden. Warum sollte mit etwas geputzt werden, auf dem GIFTIG steht?

Küchenutensilien und Nahrungsmittel: Das wird langwierig. Ich habe gern Vorräte und bin schon dabei, vieles zu verarbeiten, aufzuessen und wegzukochen. Ich muss aber noch mal ernsthaft ran mit dem Projekt use-up. Da diese Kategorie echt umfangreich ist, werde ich hier nach Unterkategorien vorgehen.

  • Nahrungsmittel
  • Küchengeräte
  • Geschirr
  • Gläser
  • Besteck
  • Messer
  • Vorratsbehälter
  • Töpfe und Pfannen
  • Backzubehör

Diverses: Da fallen mir viele Sachen in zahlreichen Schränken ein und all das Zeug aus den Kammern, die mit den obigen Kategorien noch nicht bearbeitet wurden.

  • Stoffsachen: Handtücher, Bettwäsche, Bettzeug, Geschirrtücher, Servietten, Decken, Kissen
  • Blumenzubehör: Pflanzen, Töpfe, Schaufel, Erde, Gieskannen
  • Fahrradzubehör
  • Werkzeug
  • Geschenkverpackungsgedöns

Digitales: Das könnte noch mal richtig lange dauern. Neben dem iPhone und dem iPad ist da noch eine Festplatte. Computer habe ich keinen mehr, also muss ich den Liebsten bitten, dass ich seinen nutzen darf, um die Festplatte aufzuräumen.

  • Fotos, sehr viele Fotos – da sind auch noch ein paar Foto-CDs… Das wird eine anstrengende Aufgabe. Die schönsten werden ausgedruckt und in ein Fotoalbum geklebt.
  • eBooks – es müssen ja nicht alle geladen sein
  • Musikdateien – Welche Bands/Künstler mag ich gar nicht mehr?
  • Apps – mal sehen, was weg kann
  • Accounts – alle, die ich schon länger als ein halbes Jahr nicht genutzt habe oder die ich nicht mehr nutzen möchte, werden abgemeldet.
  • E-Mails – da sehe ich zwar regelmäßig durch und lösche fleißig, aber da ich da auch die Accountanmeldungen speichere, muss ich da noch mal ran.

Erinnerungen und Fotos: Ersteres habe ich zum Glück wenig, letzteres zu viel. Also loslegen und in die Alben einsortieren. Immerhin habe ich jetzt mal alle analogen Fotos an einem Ort gelagert…

Keller: Ich weiß, dass man nach KonMari erst einmal alles einer Kategorie zusammentragen soll und dann aussortiert. Wir wohnen aber im vierten Stock und wenn es nach mir ginge, wären im Keller nur unsere Räder. Da der Liebste dort aber auch noch vieles lagert, ist der Keller schon mal nicht so leer, wie er sein sollte. Und dann transportieren wir immer auch erst mal alles, was aus der Wohnung raus soll und nicht in einer der Tonnen entsorgt werden kann, dorthin. Einiges lasse ich bestimmt wieder von der BSR abholen, einiges wartet darauf, woanders entsorgt zu werrden (Sondermüll, sprich Lacke), anderes wartet noch darauf, zum Spenden gebracht zu werden. Da wir nicht wegen jeder Sache einzeln fahren wollen (Umweltschutz und Faulheit), steht da jetzt halt schon einiges. Daher ist der Keller für mich auch die letzte und eigene Kategorie.